Lin Jarvis (Yamaha): «Alex Rins nicht ins Werksteam»

Von Ernest Marson
Alex Rins

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Alex Rins ist seit bald zwei Jahren ein MotoGP-Kandidat für Yamaha. Aber er müsste zuerst im Tech3-Junior-Team fahren, lässt Rennchef Lin Jarvis durchblicken.

Yamaha wird 2017 nicht den Spanier Alex Rins nichts sofort ins offizielle Movistar-Werksteam aufnehmen. Das Ziel des Yamaha-Werksteams ist es, nach Valentino Rossi auch Weltmeister Jorge Lorenzo erneut für 2017 und 2018 unter Vertrag zu nehmen.

Selbst wenn einer der beliebten Werksplätze auf der YZR-M1 2017 im Movistar-Team frei werden würde, weil Loenzo weggeht, wird Yamaha den Platz nicht Rookie Alex Rins anbieten.

Rins steht bei Yamaha weit vorne auf der Wunschliste für die MotoGP-Saison 2017, nachdem er in seiner Moto2-Rookie-Saison 2015 bereits ein paar grossartige Ergebnisse erzielt hat. Der 20-jährige Spanier gewann in Indianapolis und Phillip Island und landete acht weitere Male auf dem Podium, womit er WM-Zweiter wurde hinter dem Franzosen Johann Zarco.

Sollte Rins jedoch einen Deal mit Yamaha für 2017 unterschreiben, wird er ins Satelliten-Team Monster-Yamaha-Tech3 kommen – als Nachfolger von Piloten wie Ben Spies, Bradley Smith und Pol Espargaró, bevor er ins Werksteam aufgenommen werden würde.

Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis glaubt, dass es zu grossen Druck auf Rins ausüben würde, wenn man ihn direkt ins Werksteam stecken würde. Er könnte sich dann einbilden, er müsse ähnliche Ergebnisse erzielen wie Marc Márquez in seinem MotoGP-Rookie-Jahr 2013, als er auf Anhieb die WM gewann.

Zu SPEEDWEEK.com sagte Jarvis: «Márquez war und ist ein Phänomen. Es wird für jeden anderen Rookie schwierig, das zu erreichen, was Márquez erreicht hat. Meiner Meinung nach wäre es schwierig, Alex Rins von der Moto2-Klasse direkt ins Yamaha-Werksteam zu holen, weil wir nicht wüssten, auf welchem Level er ist; der Druck wäre riesig. Marc Márquez hat es geschafft, aber er hat breite Schultern und war bereits eine Sensation in der Moto2. Es ist nicht unmöglich ihn und seine Erfolge nachzuahmen, aber doch eher unwahrscheinlich. Falls Alex zu Yamaha gehen würde, denke ich, dass Tech3 zuerst die beste Option für ihn wäre.»

Jarvis versichert aber, dass es noch keine tiefgreifenden Diskussionen mit Rins und seinem Management gegeben hat. Er bestätigte jedoch das einstimmige Interesse von Yamaha und Poncharals Tech3-Team, das in Frankreich sitzt.

Jarvis fügte hinzu: «Ich glaube, dass Alex weiss, dass Yamaha und Hervé Interesse an ihm haben – denn das ist recht offensichtlich.»

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