Stefan Bradl (FP1): Nur zwei Runden und Starts geübt

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl mit Regenreifen im FP1 in Mugello

Stefan Bradl mit Regenreifen im FP1 in Mugello

Die Streckenverhältnisse im ersten freien MotoGP-Training in Mugello waren unbrauchbar, die meisten Stars blieben an der Box. Stefan Bradl übte immerhin zwei Starts.

Stefan Bradl ging im feuchten ersten MotoGP-Training von Mugello nur für zwei einzelne Runden auf die Strecke, denn die Piste eignete sich bis zum Schluss nie für das Fahren mit Slicks, und die besten Rundenzeiten lagen rund 8 sec über der Pole-Zeit von Andrea Iannone (sie lag bei 1:46,489 min) aus dem Vorjahr.

«Das Training war sehr aufregend», scherzte Stefan Bradl nach den weitgehend tatenlosen 45 Minuten.

«Teamkollege Bautista ist am Schluss mit Intermediates rausgefahren, ich bin auf Regenreifen geblieben», schilderte Stefan. «Ich bin zweimal rausgefahren und habe zwei Starts geübt, nur damit ich ein Gefühl bekomme. Ich bin jeweils nach einer Runde wieder an die Box gefahren, deshalb gibt es keine gezeitete Runde von mir. Es war für Regenreifen zu trocken und für Slicks zu nass... Bei solchen Verhältnissen war das Training wirklich sinnlos. Wenn es drauf ankommt, musst du bei solchen Verhältnissen mit Slicks rausfahren, weil der Regenreifen nach zwei Runden kaputt geht. Aber im FP1 ergibt so eine Aktion wenig Sinn. Denn der Wetterbericht hat für das restliche Weekend Sonnenschein angekündigt.»

Tatsächlich kam fünf Minuten nach Beendigung des FP1 in Mugello erstmals die Sonne durch.

Stefan Bradl erhält für das Samstagtraining einen neuen Motor, der noch eine Stufe stärker sein soll als das neue Triebwerk von Le Mans.

«Beim Set-up werden wir im zweiten Training mit der Standard-Version fahren, die wir auch in Austin und Jerez verwendet haben», schilderte Bradl. «Le Mans war etwas ausserhalb des üblichen Set-up-Bereichs.»

Natürlich hat Stefan Bradl auch die jüngsten Transfer-News aufmerksam verfolgt: Dani Pedrosa bei Repsol-Honda, Maverick Vinales bei Movistar-Yamaha, Andrea Iannone neu bei Suzuki, Andrea Dovizioso weiter bei Ducati.

«Diese Neuigkeiten haben jetzt nicht eingeschlagen wie eine Bombe, das waren keine wirklichen Überraschungen mehr», hält der Bayer fest.

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