Jack Miller: «Eine bittere Pille, die wir vielleicht Schlucken müssen!»
Jack Miller (Pramac Yamaha) beendete den MotoGP-Test in Barcelona auf Rang 16. Er beschäftigte sich fast ausschließlich mit der Aerodynamik. Die Fortschritte sind spürbar – Quartararo gab den Weg vor.
Pramac-Pilot Jack Miller hatte in Barcelona mit Startplatz 11 keine so schlechte Ausgangsposition. Im Sprint und im Grand Prix lief es dann dennoch nicht nach Wunsch – der Australier landete auf den Rängen 16 und 15. Trotz Reifendruck-Strafe am Sonntag konnte er immerhin einen WM-Punkt retten.
Was mit der V4-M1 seit Le Mans möglich ist, demonstrierte in den letzten beiden Grands Prix Yamaha-Aushängeschild Fabio Quartararo. Der Franzose hat mit dem japanischen Bike seit seinem Heim-GP ein besseres Gefühl für das Vorderrad – dank einem Aerodynamik-Update für die Front.
Besseres Handling mit neuer Frontverkleidung
Beim Barcelona-Test am Montag lag bei Yamaha erneut der Fokus auf der Aerodynamik – man wollte den Weg, der richtig zu sein scheint, weiterverfolgen. «Es war ein anständiger und arbeitsreicher Vormittag hier – die Jungs haben hart gearbeitet. Es stand für uns viel Aerodynamik auf dem Programm, verschiedene Kombinationen. Wir haben über das Wochenende einen Schritt nach vorne gemacht – eigentlich schon in Le Mans, aber das haben wir auf dieses Wochenende übertragen», erzählte Miller. «Ich habe das Gefühl, dass wir beim Handling des Motorrads definitiv Fortschritte gemacht haben, was uns in den Kurven hilft. Wir haben unsere Standardverkleidung ausprobiert und wir haben das Update ausprobiert, so wie Fabio es hat, sowie eine neuere Version von dem, was Fabio verwendet – mit den Seitenverkleidungen. Die normale Dreifach-Version mit den neuen Seitenverkleidungen, zusammen mit den alten Seitenverkleidungen – einfach verschiedene Kombinationen. Wir haben positive und negative Aspekte bei allen gefunden. Mit den größeren Frontflügeln hat man ein bisschen mehr Luftwiderstand, was wir eigentlich nicht haben wollen. Ich habe aber das Gefühl, das Motorrad verhält sich damit ein wenig besser – das ist vielleicht eine bittere Pille, die wir schlucken müssen. Zudem waren wir gerade dabei, eine andere Gabelbrücke am Motorrad anzubringen, und dann fing es an, in Strömen zu regnen.»
Alle Teams packten nach der Vormittagssession zusammen, weil das Wetter nach dem Mittag nicht mehr mitspielte. Jedoch waren eigentlich alle froh, dass das ereignisreiche und fordernde Barcelona-Event endlich zu Ende war. Konnte Yamaha dennoch das Testprogramm am Montagvormittag abarbeiten? «Wir haben das, was für uns das Wichtigste war – nämlich die Aerodynamik – am Vormittag erledigt, also bin ich zufrieden», so Miller. «Es war Regen angesagt, also wussten wir, dass er bald kommen würde.»
In der Zeitenliste landete Miller mit 1,176 sec Rückstand auf Rang 16. Nächste Woche geht es dann mit dem Großen Preis von Italien in Mugello weiter. Es wird sich zeigen, ob die Fortschritte von Yamaha auch dort in positive Ergebnisse übertragen werden können.
Ergebnisse MotoGP-Test, Barcelona (18.5.):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Pedro Acosta (E)
KTM
1:38,767 min
2.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,064 sec
3.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,117
4.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,190
5.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,240
6.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,294
7.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+0,316
8.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,361
9.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,487
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,552
11.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,792
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,855
13.
Alex Rins (E)
Yamaha
+0,995
14.
Luca Marini (I)
Honda
+1,076
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,090
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,176
17.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+1,225
18.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+1,257
19.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,285
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