Lin Jarvis: Warum Pol Espargaró bisher enttäuschte

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Pol Espargaró erlebte nach der enttäuschenden Saison 2015 einen guten Start in das Jahr 2016. Für den Platz im Werksteam neben Valentino Rossi kam er trotzdem nicht in Frage. Lin Jarvis erklärte nun die Gründe.

Der Spanier Pol Espargaró kam als WM-Fünfter zum MotoGP-WM-Lauf nach Mugello. Er war schon 2014 in seiner MotoGP-Rookie-Saison WM-Sechster, trotzdem fand der Moto2-Weltmeister von 2013 bisher keinen Platz im Yamaha-Werksteam.

Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Motor Racing, spricht offen über die Schwächen des 24-jährigen Yamaha-M1-Piloten.

Lin, wie sieht die Situation bei Yamaha in Zusammenhang mit Pol Espargaró aus. Er bestreitet die dritte MotoGP-Saison bei Tech3-Yamaha, er kam als WM-Fünfter nach Mugello. Könnte er mit Werksmaterial bessere Resultate erzielen?

Wir haben Pol nicht für den zweiten Platz im Movistar-Werksteam in Betracht gezogen. Wir haben das getan, weil seine Leistungen in den letzten zweieinhalb Jahren nicht konstant genug waren. Und sie waren auch nicht auf dem hohen Niveau, das als Basis für so einen Werksvertrag gilt.

Letztes Jahr hat Bradley Smith bei Tech3 in der WM-Gesamtwertung besser abgeschnitten als Pol. Das war eine enttäuschende Saison.

Die neue Saison hat für Pol besser begonnen, aber es besteht eine ziemliche Lücke zwischen ihm und den Topfahrern – in jedem einzelnen Rennen.

Ich denke, Pol muss sich selbst verbessern. Ich denke, das Motorrad, auf dem er sitzt, erlaubt bessere Resultate als er bisher erreicht hat.

Würde er in einem Werksteam bessere Resultate erzielen? Möglich, ja, ein bisschen bessere Ergebnisse vielleicht. Denn ein Werksteam ist normalerweise in manchen Details ein bisschen besser aufgestellt. Aber Pol ist weiter ein ernsthafter Kandidat für Tech3. Teambesitzer Hervé Poncharal hat klar gemacht, dass er den Platz für Pol frei hält, bis sich Pol entscheidet diesen Platz nicht in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe deshalb, dass sich Pol als Fahrer weiterentwickeln wird, so wie das schon in den letzten Jahren geschehen ist. Vielleicht kann er dann in Zukunft Platz in einem Werksteam finden.

Könnte man Pol Espargaró für 2017 nicht ein echtes Werksbike bei Tech3 anvertrauen?

Pol hat ein Werksmotorrad. Die Ähnlichkeiten zwischen den M1 von Movistar und Tech3 sind unglaublich. Wir nützen Chassis, die auf dem Modell 2015 basieren, genau wie Tech3. Man sieht im Werksteam ein paar kleine Weiterentwicklungen. Wir haben ein paar kleine, neue Dinge.

Aber die Unterschiede in der Performance der beiden Maschinen sind marginal. Beim vorletzten Rennen in Le Mans ist Pol vom vierten Startplatz losgefahren.

Du kannst dich nicht auf dem vierten Startplatz qualifizieren und somit einige Werkspiloten besiegen, wenn du kein konkurrenzfähiges Motorrad hast.

Was Pol zu tun hat: Er muss seinen Speed und sein Potenzial in Rennergebnisse ummünzen.

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