Alex Rins winkt 1 Million Euro pro Suzuki-Jahr

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Alex Rins und Aleix Espargaró sind derzeit die begehrtesten Fahrer auf dem MotoGP-Markt. Suzuki will Rins für vier Jahre an sich binden.

Beim Suzuki Ecstar-Team glaubt inzwischen niemand mehr daran, dass Aleix Espargaró auch nach dem Valencia-GP noch auf der Suzuki GSX-RR sitzen wird.

Suzuki-Teammanager Davide Brivio befindet sich momentan in Japan, um sich einen hochdotierten Deal mit dem 20-jährigen Moto2-WM-Leader Alex Rins absegnen zu lassen.

Suzuki will den Spanier am liebsten für vier Jahre verpflichten. Rins beharrte bisher auf einen Vertrag für zwei Jahre mit Option für 2019.
Trotzdem gehen bei Suzuki alle Topmanager von einer Einigung aus, zumal dem zwölffachen GP-Sieger eine Jahresgage von 1 Million Euro winkt, die je nach Ergebnissen von Jahr zu Jahr erhöht werden soll.

Aleix Espargaró hat die Hoffnung noch nicht völlig aufgegeben, rechnet aber nicht mehr mit einem Angebot für 2017. «Bisher hat Suzuki nicht mit mir verhandelt», sagte er nach dem Montag-Test in Barcelona.

Aleix ist überzeugt: Suzuki hat sich längst für Rins entschieden.
Die sechs MotoGP-Werksteams haben ihre zwölf Plätze für die Jahre 2017 und 2018 grossteils besetzt.

Movistar Yamaha: Valentino Rossi, Maverick Viñales.
Repsol Honda: Marc Márquez, Dani Pedrosa.
Ducati Corse: Jorge Lorenzo, Andrea Dovizioso.
Suzuki Ecstar: Andrea Iannone, der zweite Platz ist für Alex Rins reserviert.

Aprilia Racing Team Gresini: Sam Lowes ist fix, für den zweiten Platz kommen Bradl, Bautista und Aleix Espargaró in Frage.

Red Bull KTM: Pol Espargaró, Bradley Smith.

Die Manager der Privatteams warten noch. Tech3-Yamaha hat den Moto2-WM-Sechsten Jonas Folger (22) engagiert, der zweite Platz wird aller Voraussicht nach mit sich Moto2-Star Johann Zarco besetzt.

LCR-Honda, seit 2006 mit Honda in der MotoGP-WM, will diese Verlängerung für 2017 fortsetzen, obwohl Suzuki ein Kundenteam sucht. «Wir haben eine Option auf Cal und werden diesen Vertrag auch erfüllen», erklärte LCR-Teambesitzer Lucio Cecchinello.

Aber Honda sucht einen Platz für den Superbike-Piloten Michael van der Mark. Er könnte notfalls bei Marc VDS neben Jack Miller untergebracht werden, wenn Marc VDS die Option auf Tito Rabat (bis 1. September) nicht einlöst.

Ducati Corse hat Werksverträge mit Scott Redding und Danilo Petrucci abgeschlossen, die bei Pramac-Ducati eine GP15 fahren. Bis Mitte August besteht eine Ausstiegsklausel. Danilo Petrucci muss um seinen Platz nicht bangen, Redding fällt gegenüber dem Italiener deutlich ab. Deshalb sieht sich Pramac auf dem Fahrermarkt um.

Bei Avintia Ducati ist Héctor Barberá gesetzt, der Platz von Loris Baz wackelt, zumal mit Zarco der übliche Quoten-Franzose zu Tech3-Yamaha kommt.

Das Aspar Ducati-MotoGP-Team von Jorge Martinez fährt jetzt mit Eugene Laverty und Yonny Hernandez. Die Leistungen des Südamerikaners sind schwankend. «Aspar» Martinez feilscht mit Aprilia um die Leasingkosten für die RS-GP-Maschinen; wenn Aprilia den Ducati-Preis deutlich unterbietet, ist ein Umstieg auf Aprilia vorstellbar.

Aprilia könnte im Vertrag bei den Piloten ein Mitspracherecht erwirken, da mit Sam Lowes (nur er ist für 2017 und 2018 fix) sowie Bautista, Bradl und eventuell Aleix Espargaró sowie den aktuellen Aspar-Schützlingen Laverty und Hernandez ein Überangebot herrschen würde.

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