Yonny Hernandez: Das Desaster nimmt seinen Lauf

Von Frank Aday
MotoGP
Die Saison 2016 verläuft für Yonny Hernandez bislang desaströs. Der Kolumbianer ist Letzter der Gesamtwertung. In Assen bot sich ihm eine große Chance, die er jedoch im Kies versenkte.

Nachdem Yonny Hernandez 2015 WM-Rang 14 belegte hatte, während sein Pramac-Teamkollege Danilo Petrucci die Saison als Zehnter abschloss, musste er das Team verlassen und wurde durch Scott Redding ersetzt. Doch Hernandez blieb Teil der Ducati-Zunft und fand einen Platz im Team von Jorge «Aspar» Martinez. Doch in den ersten acht Rennen der Saison 2016 konnte der Kolumbianer nur mickrige drei Punkte sammeln. Damit liegt er hinter Ducati-Testfahrer Michele Pirro, Rookie Tito Rabat und auch hinter seinem verletzten Markenkollegen Loris Baz. Hernandez ist Letzter der Gesamtwertung.

Seine desaströsen Leistungen in den ersten Rennen hätte Hernandez in Assen vergessen machen und eine Trendwende einleiten können. Nachdem er im Qualifying mit Startplatz 6 geglänzt hatte, fiel Hernandez in der ersten Kurve des Rennens auf Platz 14 zurück. Doch auf der regennassen Fahrbahn kämpfte er sich schnell wieder nach vorne. Am Ende der ersten Runde war er bereits Vierter. In Runde 3 setzte sich der 27-Jährige in Führung und zog von den Verfolgern wie Valentino Rossi, Andrea Dovizioso und Marc Márquez davon. Er war damit der erste Kolumbianer, der je ein Rennen der Königsklasse anführte.

«Ich versuchte, es anfangs ruhig anzugehen. Dann überholte ich die anderen Fahrer, bis ich Erster war. Ich fuhr meinen eigenen Rhythmus. Auf meiner Boxentafel sah ich, dass ich immer schneller wurde. Deshalb entschied ich mich, meinen Rhythmus zu halten und ruhig zu bleiben», blickte Hernandez gegenüber «motogp.com» zurück.

Der Ducati-Pilot hatte nach neun Runden an der Spitze bereits 2,5 sec Vorsprung, als er seine Chance auf einen sensationellen Sieg im niederländischen Kies versenkte. Hernandez wechselte auf seine zweite Maschine, doch er landete erneut neben der Strecke und konnte daher nicht zum Neustart antreten, nachdem das Rennen unterbrochen worden war. «Natürlich war das sehr enttäuschend, denn ich stürzte. Ich fühlte mich im Rennen so gut und dachte, dass ich gewinnen kann. Auch der zweite Sturz mit dem zweiten Bike enttäuschte mich sehr. Deshalb konnte ich nicht zum zweiten Rennen antreten.» Hernandez steht bei den nächsten Rennen unter großem Druck, wenn er auch 2017 für das Aspar-Team antreten will. Sein Teamkollege Eugene Laverty belegt derzeit WM-Rang 10 und zeigte so, was mit der GP14.2 möglich ist.

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