MotoGP

Utopisch? Jorge Lorenzo (4.) traut sich GP-Sieg zu!

Von - 13.08.2016 17:29

Kurzfristig führte Jorge Lorenzo (Movistar Yamaha) im MotoGP-Qualifying auf dem Red Bull Ring, doch dann wurde der Weltmeister von den Italienern Iannone, Rossi und Dovizioso überrumpelt.

0,063 sec fehlen Jorge Lorenzo zu Startreihe 1. Aus dieser nehmen am Sonntag um 14 Uhr Andrea Iannone (Ducati), Valentino Rossi (Yamaha) und Andrea Dovizioso (Ducati) den Österreich-GP in Angriff.

Für den Weltmeister geht dieses Ergebnis in Ordnung, er war während der freien Trainings in Spielberg nie bei den Schnellsten. Einziger Lichtblick: Platz 3 in FP3 – über eine halbe Sekunde hinter Iannone.

«Ich bin sehr zufrieden», hielt Lorenzo fest. «Mein Startplatz ist nicht der beste, aber auch nicht schlecht. Wichtig ist, dass wir uns seit Freitag stark verbessern und den Rückstand zur Spitze verringern konnten. Meine Runde war nahezu perfekt, ich hätte nur zwei oder drei Zehntelsekunden schneller sein können.»

Der Spanier büßte auf Polesetter Iannone 0,219 sec ein, Startplatz 1 wäre laut seiner Aussage möglich gewesen. «Ich war bei der Musik», ist Lorenzo bewusst. «Ich bin zufrieden wie ich fuhr und wie wir das Motorrad abgestimmt haben.»

Woher kommt die Steigerung gegenüber dem Test? Damals hast du fast eine Sekunde auf die Bestzeit von Iannone verloren. «Wir konnten das Setting verbessern, ich habe im Qualifying mehr gepusht und die Temperatur war perfekt für uns», fasste der fünffache Weltmeister zusammen. «Das alles zusammengenommen trägt dazu bei, dass wir näher an Ducati dran sind. Ich hatte erwartet, dass Ducati 1:22,9 oder 1:23,0 min fährt. Aber sie haben es nicht hinbekommen, also war es auch für sie nicht einfach.»

Iannone fuhr 1:23,142 min – die schnellste je gefahrene Motorrad-Runde auf dem Red Bull Ring.

Lorenzo glaubt, dass er im Rennen am Sonntag Siegchancen hat. «Das wird ein langes Rennen», unterstreicht der 29-Jährige. «In der zweiten Rennhälfte werden die Zeiten auf 1:24 min fallen, da muss man konkurrenzfähig sein.»

Entscheidend wird sein, wie lange die Reifen halten. Während zahlreiche Fahrer für das Rennen zum harten Hinterreifen tendieren, haben die Ducati-Werksfahrer Iannone und Dovizioso den weichen verwendet. Wird dieser 28 Runden durchhalten? «Am Freitag war der weiche Reifen nach ein paar Runden kaputt», hielt Lorenzo fest. «Bei kalten Temperaturen war der harte Reifen besser. Heute war der Unterschied nicht groß. Wir müssen analysieren, ob es möglich sein wird, den weichen Reifen zu verwenden. Niemand weiß, wie sich dieser Reifen gegen Rennende verhält, keiner fuhr so viele Runden damit. Die gleiche Frage stellt sich für den Vorderreifen.»

Lorenzo ist vor dem Spielberg-GP WM-Zweiter, zu Landsmann Márquez fehlen ihm bereits 48 Punkte. «Gegen Marc ist es nie einfach», weiß der Yamaha-Star. «Wenn mir ein gutes Rennen gelingt, kann ich ihn schlagen. Ich glaube, dass Rossi, Márquez und ich eine ähnliche Pace haben. Die Ducati sind sehr schnell, aber auch nicht weit weg.»

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