MotoGP

Stefan Bradl (Warm-up-15.): «Das war ein Chaos»

Von - 21.08.2016 10:43

Nach dem 15. Platz im Warm-up und Startplatz 16 will Stefan Bradl beim Brünn-GP unbedingt Punkte sammeln. Im Regen-Warm-up fand er sich gut zurecht.

Das letzte verregnete MotoGP-Warm-up vor dem Brünn-GP hatte für Stefan Bradl nicht in bester Erinnerung – denn es endete mit einer Gehirnerschütterung, einem Krankenhausbesuch und dem Verzicht aufs Rennen – auf dem Sachsenring.

In Brünn wurde für den Aprilia-Werksfahrer erst nach acht von 20 Minuten die erste gezeitete Runde gestoppt, weil er zuerst bei einem Bike die Regenreifen anfuhr und damit keine fliegende Runde zurücklegte, sondern rasch den «Bike Change» übte.

Am Schluss schaffte Bradl in der letzten Runde eine Zeit von 2:12,981 min, das bedeutete Rang 15 mit einem Rückstand von 3,481 sec auf Regenspezialist Scott Redding. Teamkollege Alvaró Bautista fuhr mit 2:12,445 min auf Platz 11.

Wie lange hat es gedauert, bis Bradl im Warm-Up die unangenehmen Erinnerungen an das Sachsenring-Warm-up verdrängt hatte? «Ja, du sprichst es an. Es hat schon ein bisschen gedauert, bis ich ein Gefühl aufbauen habe können», gab der Bayer zu. «Das ist mir dann ganz gut gelungen. Es war nicht einfach, weil schon sehr viel Wasser auf der Straße war. Es gab viele Pfützen und Aquaplaning, es sind echte Flüsse über die Fahrbahn gelaufen. Aber Gott sei Dank in der Grip im Nassen einigermaßen okay, wir haben die Reifen ganz gut zum Arbeiten gebracht. Der Sachsenring-Crash steckte mir anfangs noch ein bisschen in den Knochen. Aber das habe ich jetzt rausgefahren, ich habe mich jede Runde gesteigert. Es passt.»

«Es haben sich im Warm-up ruck-zuck jede Runde die Bedingungen geändert, weil es einmal schwer geregnet hat, dann ist es wieder weniger geworden. Diese Situation macht es nicht einfach, jede Runde richtig und dementsprechend zu reagieren. Wenn ich das Wetter jetzt anschaue, schaut es fürs Rennen um 14 Uhr verdächtig nach flag-to-flag aus... Vielleicht regnet es dann weniger. Es hat wenig Sinn, jetzt über Wetter zu diskutieren. Im Endeffekt müssen wir das Beste aus jeder Situation machen.»

«Man hat im Warm-up in allen drei Klassen wenig Stürze gesehen, der Grip ist gut. Aber im Rennen geht jeder beim Risiko noch einen Schritt weiter. Dann werden wir sehen, wie das Rennen verläuft. sxau dir die Ergebnisliste vom Warm-up an: Pedrosa, Lorenzo und Aleix sind hinter mir auf den Plätzen 16, 17 und 18. Dafür ist Baz an dritter Stelle. Das ist alles ein Chaos. Aber im Rennen wird sich das alles einigermaßen relativieren. Für mich ist vorrangig, ein ordentliches Rennen zu fahren, keine Fehler zu machen und Punkte zu sammeln.»

Übrigens: Selbst die Einheimischen können sich in Brünn nicht erinnern, wann hier letztmals ein 500-ccm- oder MotoGP-WM-Lauf auf nasser Fahrbahn stattgefunden hat. Tatsächlich war das Rennen in der «premier class» hier seit dem ersten Rennen 1987 im Automotodrom Brno nie von Regen beeinträchtigt.

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