Tech3-Boss Poncharal: «Zarco schreibt Geschichte»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
«Kein Fahrer hat die Moto2-Klasse so dominiert seit Marc Márquez», lobt Tech3-Teamchef Hervé Poncharal seinen französischen Landsmann Johann Zarco, der 2017 für sein Team in der MotoGP-Klasse antreten wird.

«Kein Fahrer hat die Moto2-Klasse so dominiert seit Marc Márquez», lobt Tech3-Teamchef Hervé Poncharal seinen französischen Landsmann Johann Zarco, der 2017 für sein Team in der MotoGP-Klasse antreten wird.

2016 könnte Johann Zarco zum ersten Fahrer werden, der den Moto2-Titel erfolgreich verteidigen kann. Im letzten Jahr war Tito Rabat an dieser Aufgabe gescheitert – auch wegen dem 26-jährigen Franzosen. Nachdem Zarco bei seinem Heim-GP in Frankreich gestürzt war, lag er 31 Punkte hinter dem WM-Leader. Doch der Weltmeister erzielte in den letzten sechs Rennen 125 Punkte – mit vier Siegen, einem zweiten Platz, aber nur Rang 11 in Brünn. Sein Vorsprung in der WM-Tabelle, der vor dem Brünn-GP bereits bei 34 Punkte lag, schrumpfte wieder auf 19 Zähler.

Obwohl der Brünn-GP für Zarco nicht nach Plan lief, ist Hervé Poncharal von den Leistungen des Franzosen begeistert. «Ich gehe nach jedem Rennen am Sonntag zu ihm und sage ihm fast jedes Mal: Mir fallen keine Wörter mehr ein, denn beim letzten Mal habe ich großartig gesagt und einige Superlative benutzt, wie kann ich das noch steigern? Er hat mich sehr überrascht, denn am Saisonbeginn hatte er Probleme. Auch bei seinem Sieg in Österreich hatte er erst Schwierigkeiten und ich dachte, dass er sich diesmal mit einem Podestplatz zufrieden gibt, doch dann siegte er. Unglaublich. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Das machte mich so glücklich und stolz. Meiner Meinung nach schreibt er in dieser Saison Geschichte, denn die Moto2-Klasse ist nicht einfach zu dominieren, aber er schaffte das nun einige Rennen lang. Zarco ist stark. Er mag es nicht, wenn ich das sage, aber er ist der Boss.»

«Ich will ihm kein Unglück bringen, denn es ist noch nichts entschieden, doch ich sah seit Marc Márquez keinen Fahrer mehr, der die Moto2-Klasse so dominieren kann – und das über zwei Jahre hinweg. Wir wissen, wie schwierig das ist, denn in dieser Klasse liegt alles so eng beisammen. Als Fahrer den Unterschied zu machen, ist wirklich bemerkenswert», lobte Poncharal im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Johann Zarcos Sieg beim Österreich-GP war das 38. Mal, dass er im GP-Sport auf dem Podest stand: 27 x Moto2, 11 x 125 ccm. Das macht Zarco zum erfolgreichsten französischen Fahrer aller Zeiten, was die GP-Podestplätze angeht, denn er schaffte es einmal öfter unter die Top-3 als Christian Sarron.

Macht es dich noch stolzer, dass er dein Landsmann ist? «Ich will einfach gute Fahrer, dabei schaue ich nicht wirklich auf die Nationalität. Er ist sicher froh, als französischer Fahrer Geschichte zu schreiben, denn er hat die meisten GP-Siege und die meisten Podestplätze unter den Franzosen. Er muss noch Olivier Jacque schlagen, was die Anzahl der Pole-Positions angeht. Doch für mich macht es keinen Unterschied, ob du Franzose, Spanier oder Deutscher bist. Ich will schnelle, clevere Fahrer und vor allem gute Menschen. Es ist egal, wo sie herkommen», versicherte der Tech3-Teamchef.

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