Japan-GP: Drei unvergessliche Königsklasse-Rennen

Von Frank Aday
MotoGP
Die MotoGP-Rennen auf dem Twin Ring Motegi sind stets für eine Überraschung gut. Vor dem Grand Prix von Japan wirft SPEEDWEEK.com einen Blick zurück auf drei spannende Rennen auf dieser Rennstrecke.

Der Startschuss zu den drei Übersee-Rennen fällt 2016 in Japan. Das 15. Rennwochenende der MotoGP-Saison 2016 wird auf dem 4,801 Kilometer langen Twin Ring Motegi ausgetragen. Honda-Pilot Marc Márquez hat beim Heim-GP seines Arbeitgebers bereits die Chance, den WM-Titel zu sichern.

1994 war der Japan-GP – damals noch in Suzuka – die dritte Station der Saison. Weltmeister Kevin Schwantz wollte einmal mehr in Suzuka ganz oben stehen – eine der besten Strecken für den Suzuki-Star. Mick Doohan war aber wieder in seiner besten Form nach seinem schweren Unfall von 1992 und startete als Titelanwärter in die Saison. Trotzdem hätte sich keine der beiden 500er-Legenden ausmalen können, was nach dem Start passieren würde.

Ein unbekannter, japanischer Fahrer, mit Namen Norick Abe, würde sich in den Kampf um den Sieg einmischen. Würde ein Wildcard-Pilot die zwei größten Fahrer der Welt besiegen können? Abe kämpfte hart gegen Doohan und Schwantz, als sie Luca Cadalora jagten. Abe holte Cadalora ein, schnappte sich den Italiener und führte den Japan-GP an. Cadalora konterte, doch er konnte Abe nicht abschütteln. Cadalora konnte einen Rutscher nur knapp abfangen, Abe führte wieder, die japanischen Fans jubelten. Schwantz und Doohan holten den Japaner ein und schnappten ihn. Mit einem heftigen Crash versenkte Wildcard-Pilot Abe seine Podestchance im Kies. Schwantz siegte vor Doohan. Trotzdem ein beeindruckendes Rennen des Japaners, der als GP-Stammfahrer noch drei Siege und insgesamt 17 Podestplätze sicherte. 2007 kam Abe bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben.

2010 – In Motegi ging es 2010 in die heiße Phase der Saison und der Titelkanpf zwischen Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa spitzte sich zu. Letzterer stürzte aber im Training und musste das Rennen in der Box ansehen. Lorenzo musste alles auf eine Karte setzen – und wurde dabei von seinem Teamkollegen herausgefordert: Valentino Rossi. Der Italiener wusste zwar, in welcher Situation Lorenzo ist, machte es seinem Teamkollegen aber keineswegs leicht – auch Casey Stoner und Andrea Dovizioso kannten keine Gnade.

Stoner und Dovizioso setzten sich vor den Yamaha-Teamkollegen ab. In der letzten Runde lieferten sich Rossi und Lorenzo ein legendäres Duell. Am Ende hatte Rossi knapp die Nase vorne. «Ich bin froh, dass sie das Rennen beide überstanden haben», freute sich Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis nach dem Fight der Teamkollegen. Stoner siegte mit der Ducati vor Dovizioso auf der Repsol-Honda, Rossi und Lorenzo.

2015 – Einmal mehr Motegi und einmal mehr spitzte sich der Titelkampf beim 15. Saisonrennen zu. Der Kampf um den Weltmeistertitel ging zwischen den beiden Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo und Valentino Rossi in die heiße Phase. Nach dem MotorLand Aragón waren die beiden durch nur 14 Punkte getrennt, dort hatte Lorenzo das Rennen vom Start bis ins Ziel dominiert, Rossi wurde nach einem großen Duell mit Dani Pedrosa Dritter.

Am Renntag auf dem Twin Ring Motegi war es zunächst Lorenzo, der im Regen eine unglaubliche Pace an den Tag legte – aber auch der beste Plan geht manchmal nicht auf, wenn die Ideallinie auftrocknet. Der WM-Kampf nahm in Japan eine erneute Wendung, als Lorenzo immer mehr Boden verlor und die Ziellinie nur auf Platz 3 überquerte. Den Sieg schnappte sich Dani Pedrosa, der erst attackieren konnte, als er die Bridgestone-Reifen auf Temperatur gebracht hatte. Der Honda-Pilot siegte vor Rossi und Lorenzo, dessen Rückstand so wieder auf 18 Punkte anwuchs.

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