Jeremy Seewer (Yamaha): «Die Wechsel waren hart»

Von Thoralf Abgarjan
Motocross-WM MXGP
Jeremy Seewer wurde 2019 nur von Tim Gajser geschlagen

Jeremy Seewer wurde 2019 nur von Tim Gajser geschlagen

Mit dem Yamaha-Werksteam von Michele Rinaldi wurde Jeremy Seewer letztes Jahr Vizeweltmeister. Anfang dieses Jahres musste sich der Schweizer erneut umstellen und stand erneut vor einem Neuanfang.

Jeremy Seewer hat den Ausstieg von Suzuki aus der Motocross-WM Ende 2017 hautnah miterleben müssen. «Bei Suzuki war ich eigentlich sehr gut aufgehoben. Das Team war einfach Weltklasse. Sylvain Geboers hat so viele Jahre Erfahrung - da gab es nichts zu meckern. Als japanischer Hersteller KTM zu schlagen, hat seit ein paar Jahren niemand mehr auf die Reihe gekriegt. Wir waren sehr nahe dran. Das Team hatte ein sehr hohes Niveau, aber dann ist das sehr schlecht ausgegangen.»

Im 'Interview der Woche' erklärte der WM-Zweite: «Nach dem Suzuki-Aus stand ich vor dem Nichts. Aus dieser Situation hat mich Wilvo Yamaha eigentlich gerettet. Aber das war natürlich nicht das Gleiche. Wilvo war damals noch ein Privatteam mit wenig Erfahrung und komplett das Gegenteil von Suzuki. Zu Beginn hatte ich schon meine Schwierigkeiten, direkt den Anschluss zu finden plus noch die Klasse zu wechseln. Die Erfahrung hat dem Team etwas gefehlt und es hat etwas gedauert, bis ich den Anschluss fand. Danach habe ich direkt wieder die Chance bekommen, für Rinaldi und ein Werksteam zu fahren. Zu Beginn war ich noch etwas skeptisch, denn ich bin noch nie zuvor für ein italienisches Team gefahren. Man hört ja unterschiedliche Dinge: Einige halten das für das Beste überhaupt, Andere meinen, das sei schwierig. Aber das Rinaldi-Jahr war dann eigentlich meine beste Saison überhaupt. Von der Rinaldi-Crew kann ich nur schwärmen. Das Team hatte enorm viel Erfahrung, dort hat einfach alles gepasst. Die Atmosphäre war unglaublich.»

Aber auch im Rinaldi-Werksteam war für Seewer Ende 2019 Schluss. «Yamaha stellte das Werksteam um und das war für mich erneut sehr hart, weil für mich bei Rinaldi alles gut gepasst hat. Letztes Jahr hatten wir ein richtiges Dream-Team. Dort hätte ich ohne Probleme einen Fünfjahresvertrag unterschrieben. Es war einfach alles perfekt, vom ersten bis zum letzten Mann. Am Anfang war es schwierig zu akzeptieren, dass ich jetzt schon wieder wieder in ein Team wechseln sollte, mit dem ich 2018 - wenn ich ehrlich bin - nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte. Das Positive ist, dass Rinaldi aber weiterhin involviert bleibt und dass das Wissen im Hintergrund erhalten bleibt. Bis jetzt ist der Umstieg zu Wilvo ganz gut gelaufen. Jetzt braucht es Zeit, um zu sehen, wie sich das Ganze weiter entwickelt und man muss abwarten, wo wir nach diesem Jahr stehen. Das kann ich aber im Moment noch nicht sagen.»

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