Gespann-WM: Entscheidung schon in Roggenburg?

Von Axel Koenigsbeck
Motocross-Gespann-WM
Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart

Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart

Am kommenden Wochenende findet im schweizerischen Roggenburg der vorletzte Grand Prix der Motocross-Gespanne statt. Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart können die WM bereits hier für sich entscheiden.

Mit satten 56 Punkten Vorsprung auf Koen Hermans/Nicolas Musset reisen Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart in Roggenburg an. Wenn der Belgier und sein niederländischer Beifahrer dieses Punktepolster auf dem höchst anspruchsvollen Kurs halten können, ist ihnen der WM-Titel nicht mehr zu nehmen. Doch ein Ausfall reicht schon, um die Entscheidung auf das Finale in Frankreich zu vertagen. Vor allem wenn Hermans/Musset derart auftrumpfen wie zuletzt im lettischen Stelpe. Wir haben noch lebhaft vor Augen, wie Etienne Bax/Nicolas Musset im letzten Jahr um ihren Titel bangen mussten, obwohl sie vor dem letzten Rennen in Markelo/NL doch fast schon als Weltmeister feststanden. Insofern ersparen wir uns an dieser Stelle alle Zahlenspiele und stellen fest: Zumindest in Roggenburg bleibt diese WM äußerst spannend.

Dazu kommt der Nervositäts-Faktor. Für beide Fahrer ist die Aussicht auf den größten Erfolg in einer Rennfahrerkarriere völlig neu. Aber immerhin wissen die «Passagiere», wie sich eine Goldmedaille anfühlt. Van den Bogaart turnte sich bereits dreimal nach ganz oben: 2013 und 2014 mit Ben Adriaenssen, 2016 dann mit Jan Hendrickx. Die belgischen Cross-Fans werden den Niederländer noch mehr lieben, wenn er einem weiteren ihrer Spitzenfahrer zum Titel verhilft. Koen Hermans kann dagegen von der mentalen Stärke des letztjährigen Beifahrer-Champions Musset profitieren.

Für Daniel Willemsen/Robbie Bax und Etienne Bax/Kaspars Stupelis ist der Zug zum Titel dagegen bereits abgefahren – trotz allen Kampfgeistes. Aber man kann sicher sein, dass die Stars der letzten Jahre auch beim Schweiz-GP nichts unversucht lassen werden, um ihre Bilanz aufzupolieren. Beide Teams haben in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass sie allemal für Siege gut sind. Insofern scheint es trotz der Dominanz der jungen Talente verfrüht, von einem Generationswechsel zu sprechen.

Aus dem deutschsprachigen Lager rechnet sich Beifahrer Andres Haller im Boot des Belgiers Davy Sanders noch einen Top-10-Platz aus. Die Vorarlberger Benjamin Weiss/Patrick Schneider haben sich auf dem 15. Rang etabliert und Marco Heinzer/Ruedi Betschart streben als bestes Schweizer Team mehr als den derzeit 19. WM Rang an. Aber mit Heimrennen ist das bekanntlich so eine Sache...

Selbstredend treten auch weitere Gespanne aus der Schweiz und aus Deutschland auf dem Kurs westlich von Basel in Sichtweite der französischen Grenze an. Alle Informationen zum Rennen finden sich auf mc-roggenburg.ch.

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