ADAC Eifel Rallye Festival in den Startlöchern

Von Toni Hoffmann
Rallye
Stig Blomqvist, Walter Röhrl und Björn Waldegard (vlnr.)

Stig Blomqvist, Walter Röhrl und Björn Waldegard (vlnr.)

Walter Röhrl, Stig Blomqvist, Björn Waldegård: Drei Weltmeister in Daun, Harald Demuth: zu Freunden in die Eifel. Festival-Wochenende mit vielen Highlights.

Nur noch wenige Tage, und dann ist es endlich soweit: Das ADAC Eifel Rallye Festival (25.-27. Juli 2013) verwandelt die Vulkaneifel rund um die Kreisstadt Daun in das Zentrum des historischen Rallye-Sports. Über 160 Klassiker aus 5 Jahrzehnten des Rallye-Sports feiern das Veranstaltungs-Motto ‚40 Jahre Rallye-Weltmeisterschaft‘ und bilden das weltweit größte rollende Rallye-Museum. Auch die früheren Piloten zieht es als Zeitzeugen in die Eifel. «Ich bin schon in meiner aktiven Zeit gerne in die Eifel gefahren, aus dem familiären Umfeld des Veranstalters haben sich inzwischen richtige Freundschaften gebildet», bekennt der zweifache deutsche Rallye-Meister Harald Demuth, der wie er selbst sagt, ‚das Privileg hat‘ auf einem Audi Sport Quattro (Walter Röhrl, Rallye Monte-Carlo 1985) aus dem Museum von Audi Tradition an den Start zu gehen. «Außerdem: wo kann ich an nur einem Wochenende so viele tolle Autos sehen und so viele Weggefährten und Fans treffen.»  

Angeführt wir das Feld der VIP-Fahrer vom zweifachen Weltmeister und Schirmherrn Walter Röhrl, der auf verschiedenen Fahrzeugen unterwegs sein wird. Aus dem Werks-Museum stammt der Mercedes 500 SL, den Björn Waldegård pilotiert. Der Schwede sicherte sich 1979 den ersten Titel in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Das Weltmeister-Trio vervollständigt sein Landsmann Stig Blomqvist, der in der Eifel einen der seltenen Mazda 323 GT-X pilotiert. Kurzfristig wurde auch der Start des Belgiers Marc Duez möglich, einem der größten Allrounder im Motorsport. Ihn auf einem Opel Ascona 400 in der Eifel zu sehen, wird das Herz nicht nur der Fans höher schlagen lassen.  

Schauplatz am Donnerstag das «Mantaloch»

Schon ab Donnerstagnachmittag ‚bebt die Eifel‘ nicht nur, aber besonders unter dem Sound der über 30 Gruppe-B-Boliden. Schauplatz ist ab 16.00 Uhr der kleine Ort Brück mit dem legendären ‚Mantaloch‘. Von zwei ausgeschilderten Parkplätzen aus erreichen die Fans die Shakedown-Strecke und sind sofort mittendrin. Zwei spektakuläre Zuschauerplätze, der Start, der Service-Platz und der Dorfplatz mit den dort stationierten Fahrzeugen der 14 VIP-Fahrer – selten lag alles so dicht beieinander. Ab 20.00 Uhr lockt dann das von der Autostadt präsentierte Open-Air-Rallye-Kino in die Rallye-Meile nach Daun. Kult-Filmer Helmut Deimel zeigt Szenen aus 40 Jahren Rallye-WM und Christian Geistdörfer wird mit den anwesenden Zeitzeugen für kurzweilige Unterhaltung sorgen.  

Für die Autogrammjäger steht der Freitag ab 10.00 Uhr fett markiert im Terminkalender. Während der öffentlichen technischen Abnahme (ab 09.00 Uhr in der Rallye-Meile), wo die Fans jedes der anwesenden Fahrzeuge in Ruhe anschauen können, stehen die VIP-Fahrer auf der großen Show-Bühne auf dem Laurentiusplatz zur Autogrammstunde bereit. Die Fans spektakulärer Schotter-Aktion kommen ab 14.20 Uhr auf der Bosch Super Stage voll auf ihre Kosten. Sprungkuppe, Driftkurve und Wasserdurchfahrt lassen die Wahl des Zuschauerplatzes oft zur Qual werden. Gerade schon legendär ist die Nachtprüfung und das anschließende Rallye-Fest in Sarmersbach. Ab 19.00 Uhr wird der gesamte Ort zu einer Open-End-Festmeile. Am Samstag stehen dann die Eifel-Klassiker wie ‚Risselberg‘, ‚Demerath‘ und ‚Lehwald‘ auf dem Fahrplan. Zwischendrin lockt in der fast dreistündigen Pause die Rallye-Meile inmitten von Daun. Gespräche mit den Fahrern, Ausstellungen, viele Verkaufsstände und eine Vielzahl von Fotomotiven ziehen die Fans nach Daun. Der große Abschluss bildet dann ab 19.00 Uhr die Rallye-Party mit der Siegerehrung in der Rallye-Meile.  

Jochi Kleint und sein Capri

Kleint präsentiert die Wiedererstehung eines Rallye-Capri Die Starts auf den Ford Capri in der Rallye-Version von Kleint RS in Hamburg waren für Jochi Kleint (Europameister 1979) und Doppelweltmeister Walter Röhrl wichtige Stationen ihrer Rallye-Karrieren. Erni, der Bruder von Jochi Kleint, war für den Aufbau der zehn Ford Capri RS 2600 verantwortlich, mit einem davon feierte Röhrl 1971 in Wiesbaden seinen ersten Gesamtsieg. Legendär ist natürlich der Auftritt des langen Bayern im Capri bei der Olympia-Rallye 1972. Der bislang einzig bekannte noch existierende Kleint-Capri bildet nun die Grundlage für eine Wiedererstehung des legendären Langschnauzers – die Patenschaft haben Kleint und Röhrl gemeinsam übernommen. Die Karosse wird von der ‚Baugemeinschaft‘ in Daun in der Rallye-Meile ausgestellt, das ehrgeizige Ziel ist, dass Kleint und Röhrl die Replika des Olympia-Rallye Capri erstmals im Feld des Eifel Rallye Festivals 2014 bewegen werden. Jochi Kleint wird in diesem Jahr am Donnerstag und Freitag in Daun sein, um den Fans alle Fragen zu diesem Projekt zu beantworten.

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