Daun im Rallye-Festival-Fieber

Von Toni Hoffmann
Rallye
Eifel Rallye Festival steht in den Startlöchern, Treffen der Rallye-Familie in Daun, Festival-Wochenende mit vielen Attraktionen.

Es ist endlich soweit, die vierte Auflage des ADAC Eifel Rallye Festival (24. – 26. Juli 2014) steht in den Startlöchern. Für ein Wochenende verwandelt sich die Vulkaneifel rund um Daun wieder in das größte rollende Rallye-Museum. Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten geben Zeugnis einer spannenden und spektakulären Sportart. Unter den 150 zugelassenen Fahrzeugen sind 37 verschiedene Marken und 98 verschiedene Fahrzeugtypen vertreten. Eine beeindruckende Vielfalt, die so noch nie an einem Ort zusammen gewesen sein dürfte.

Ein Hochgenuss für jeden Fan, im vergangenen Jahr verfolgten rund 40.000 begeisterte Liebhaber diese Parade aus der Geschichte des Rallyesports. Das Konzept bietet für jeden etwas. Auf den Wertungsprüfungen werden die Fahrzeuge ‚artgerecht‘ bewegt und bieten den Fans den gleichen optischen und akustischen Hochgenuss wie zu ihren aktiven Zeiten. Zwischendurch gibt es in den Servicepausen in der Rallye Meile inmitten von Daun ausreichend Gelegenheit, sich die Sportgeräte einmal näher anzuschauen und mit den Eigentümern und Piloten ins Gespräch zu kommen.  

Autos sind die Stars

Die Autos sind die Stars des Festivals, aber auch immer mehr ihrer früheren Piloten zieht es nach Daun. Über ein Dutzend Top-Stars der Szene treffen hier wieder auf ihre früheren Sportgeräte – aber auch der Austausch untereinander lockt viele frühere Teamchefs, Mechaniker oder sonst Beteiligten in die Eifel. «Es ist wie bei einem Familientreffen», beschreibt der zweifache Rallye-Meister Harald Demuth, der einen Audi Quattro aus dem Fundus von Audi Tradition bewegt. Vor 30 Jahren feierte Stig Blomqvist den größten Erfolg seiner Karriere – 1984 gewann der Schwede im Audi Quattro überlegen den WM-Titel. In der Eifel feiert der Meister der Linksbremstechnik ein Wiedersehen mit einem seiner früheren Weltmeisterautos, Blomqvist pilotiert seinen Audi Quattro A2 von der Rallye Monte Carlo (Platz 2) und der Schweden-Rallye (Platz 1). «Ich hatte die ganzen Jahre über eine großartige Zeit mit den Rallyeautos. Es war wirklich schön, besonders die Zeit mit Audi, wo ich die Weltmeisterschaft gewonnen habe. Das war fantastisch», freut sich Blomqvist auf das Wiedersehen.  

Schirmherr Walter Röhrl

Der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl ist der Schirmherr des Festivals und Stammgast zugleich. Der einzige Weltmeister aus der Bundesrepublik – 1980 auf Fiat, 1982 auf Opel – setzt bei seinen Einsätzen dieses Jahr konsequent auf Porsche-Power. Genau wie bei der Rallye San Remo 1981, als er fast die favorisierten Audi Quattro geschlagen hätte, wird der Lange aus Regensburg seine Fahrkünste dieses Jahr im Porsche 911 demonstrieren. «Das macht mich 25 Jahre jünger», grinste Röhrl im vergangenen Jahr, als er aus dem Cockpit kletterte.

Festival-Wochenende mit vielen Attraktionen  

Donnerstag: Mantaloch, Käfer-Kunde und eine Film-Premiere Bereits am Donnerstag ab 15.30 Uhr ertönt in der Eifel wieder der Klang scheinbar längst vergangener Rallye-Tage. Zuerst sind die VIP-Piloten alleinige Benutzer der Wertungsprüfung am legendären ‚Mantaloch‘ in Daun. Um 17.00 Uhr beginnt dann der Shakedown auch für die 150 Teams des Histo-Feldes und die 15 Besatzungen der Vorauswagen. In der Rallye Meile in Daun lockt Kult-Filmer Helmut Deimel ab 20:00 Uhr zum traditionellen Open-Air-Kino. Sein Spezialthema ist diesmal die Käfer-Kunde der ganz besonderen Art. Deimel wird auf seine ganz eigene Weise die Geschichte der von der Autostadt beim Festival präsentierten Salzburg-Käfer erzählen. Für alle Rallye-Fans hat der Österreicher noch ein besonderes ‚Schmankerl‘ im Petto. Mehr als zehn Jahre nach dem Kultfilm ‚Die Evolution des Driftwinkels‘ kommt nun Vol. 2 des Meisterwerkes. In Daun zeigt Deimel erstmals Ausschnitte seines emotionalen Blicks auf die Geschichte dieses Sports.

Freitag: Technik, Schotter und Sarmersbach bei Nacht

Für die Technik-Freaks ist der Freitag ab 09:00 Uhr ein absoluter Pflicht-Termin. Die öffentliche technische Kontrolle der Fahrzeuge in der Rallye-Meile bietet sehenswerte Einblicke in die Fahrzeug-Technik. Ab 11:00 Uhr lockt dann die Autogrammstunde mit den Stars Waldegård, Blomqvist, Andruet, Demuth, Gache, Kahle, Kottulinsky, Loubet, Pech, Schelle, Toivonen, Wittmann, Grünsteidl und Gottlieb. Aus organisatorischen Gründen kann Walter Röhrl in diesem Jahr an der Autogrammstunde nicht teilnehmen.  

Am Nachmittag haben die Fans dann die Qual der Wahl: Wasserloch, Sprungkuppe oder doch die Driftkurve – die Bosch Super Stage bietet ab 14:20 Uhr alles, was das Schotterherz höher schlagen lässt. Nur wenige hundert Meter entfernt steigt dann ab 19:20 Uhr die legendäre Wertungsprüfung Sarmersbach bei Nacht. Während die Piloten das kleine Eifeldorf mehrfach durchfahren, feiern die Bewohner gemeinsam mit tausenden Fans entlang der Wertungsprüfung.  

Samstag: Vulkaneifel pur und Rallye-Party

Der Samstag steht ganz im Zeichen der anspruchsvollen Asphalt-Wertungsprüfungen in der Vulkaneifel rund um Daun. Drei Prüfungen stehen am Vormittag auf dem Programm. In der verlängerten Mittagspause haben die Fans Gelegenheit, in der Rallye Meile in Daun Fahrer und Fahrzeuge zu besuchen, bevor die drei Prüfungen am Nachmittag wieder unter die Räder genommen werden. Das Finale findet dann in der Rallye Meile ab 19:30 Uhr bei der großen Rallye-Party statt.  

Immer einen Besuch wert: Die Rallye Meile in Daun

Die Innenstadt von Daun wird für das Festival-Wochenende in eine Rallye-Meile verwandelt. Rund um die Leopoldstraße sind die Service-Plätze aller Teams. Idealer Anlaufpunkt für Fotografen und Autogrammjäger, hier ist auch die Zeit für viele ‚Benzin-Gespräche‘. In der Leopoldstraße gibt es dann alles rund um den Rallye-Sport. Ganz wichtig, der Info-Stand des Veranstalters mit den Programmen und Tickets. Dort gibt es auch Stände mit Modellautos, speziellem Lesestoff oder allem Interessanten für die Rallye-Freaks. Stände von Audi Tradition oder Škoda Auto Deutschland sind dort ebenso zu finden wie Ausstellungsflächen für ganz besondere Fahrzeuge. Am Stand der Autostadt sind die Käfer los. Wenn sie nicht mit ihren damaligen Piloten Herbert Grünsteidl und Harald Gottlieb oder Franz Wittmann auf den Wertungsprüfungen unterwegs sind, stehen die Salzburg-Käfer dort zur Besichtigung bereit. Besonderes Interesse dürfte dabei das originale Siegerfahrzeug der Elba Rallye 1973 wecken.  

Weitere Infos und alle Starterlisten auf: www.eifel-rallye-festival.deBesuchen sie uns: www.facebook.com/EifelRallyeFestival 

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