Schwarz in Las Vegas: «Da war die Hölle los»

Von Toni Hoffmann
Rallye Raid Auto
Die «Wüsteneideschse» von Schwarz in Las Vegas

Die «Wüsteneideschse» von Schwarz in Las Vegas

Spektakuläres und erfolgreiches Qualifying von Armin Schwarz für die Baja 1000 in Las Vegas, vor vollen Tribünen sicherten sich Armin Schwarz und AGM in Las Vegas eine viel versprechende Ausgangslage für die Baja 1000.

Vollgas in Las Vegas: Für die diesjährige Baja 1000 hat sich Roger Norman, der Organisator der US-SCORE-Meisterschaft, etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Das Qualifying wurde nicht in Mexiko, sondern im Rahmen der berühmten SEMA-Show in Las Vegas ausgetragen. Mittendrin im Spektakel: Armin Schwarz und All German Motorsports mit ihrem AGM-Jimco X6 SCORE Trophy Truck. Mit Startplatz sieben sicherten sie sich eine viel versprechende Ausgangslage für die 47. Auflage der legendären Baja 1000 vom 12. bis 16. November.

Vom Startort Ensenada in Mexiko nach Las Vegas ist es nicht gerade ein Katzensprung, doch der logistische Aufwand hat sich für die SCORE-Teams auf alle Fälle gelohnt. Sie sorgten mit ihrem Auftritt bei der SEMA, der größten Tuningmesse der Welt, und ihrem spektakulären Qualifying auf dem Las Vegas Motor Speedway für Begeisterung bei den US-amerikanischen Fans.  

«Viva Las Vegas»

«Es war das erste Mal, dass die SCORE bei der SEMA Show in Las Vegas dabei war, und ich muss sagen: Es war wirklich sensationell», berichtet Schwarz. «Dort ist die gesamte Tuning-Industrie vertreten und alles, was in den USA Motorsport macht, egal ob NASCAR, Indycars oder Dragster-Teams, ist dabei. Die SCORE hat im Außenbereich eine große Ausstellungsfläche, auf der alle Autos gezeigt wurden, die im Qualifying dabei waren. Und da war die Hölle los. Es war unglaublich, wie viele Leute da waren.»  

Ein echtes Spektakel war auch das Qualifying selbst. Zunächst ging es für die Wüstenrenner mit Polizeieskorte vom SEMA-Gelände durch die Stadt zum Las Vegas Motor Speeday. Die Qualifikation wurde auf dem dortigen Short-Track-Kurs ausgetragen, zudem wurden sämtliche Parkplätze, ein Teil des Ovals und die Rennstrecke mit in den Kursverlauf eingebunden. «Es war klasse, mal über alle roten Ampeln in Las Vegas fahren zu dürfen und dafür nicht eingesperrt zu werden», lacht Schwarz. Doch nicht nur das begeisterte ihn: «Dieser Short-Track-Kurs hat eine große Tribüne – und die war voll. Wir waren alle sehr überrascht, dass so viele Leute rausgekommen sind. Denn bei der SEMA wird den Besuchern die ganze Woche über ein Motorsportevent nach dem anderen geboten, und deshalb war es überwältigend, dass die Fans auch uns so viel Interesse entgegengebracht haben.»  

Gutes Qualifying

Das Qualifying lief bestens für Schwarz und seine Kollegen. Sie holten mit ihrer «Wüsteneidechse», dem Trophy Truck im markanten grün-gelben Schaeffler Racing Design, den siebten Startplatz. Damit haben sie gute Chancen auf ein gutes Ergebnis bei der Baja 1000, dem letzten Rennen, das Schwarz und Teamchef Martin Christensen gemeinsam bestreiten werden. Danach wird sich Christensen wieder mehr seinem Unternehmen in Kalifornien widmen, während Schwarz gemeinsam mit seinem Co-Piloten Bryan Lyttle im Rennsport aktiv bleibt, aber eben mit einem anderen Team.  

«Mit diesem Startplatz sind die Voraussetzungen wirklich gut für das Rennen», blickt Schwarz voraus auf die Baja 1000, die in diesem Jahr wieder eine besondere Herausforderung wird. Die Strecke führt über fast 2.000 Kilometer quer durch die mexikanische Baja California von Ensenada nach La Paz. Dabei warten auf die Teilnehmer knackige Rallyepisten – mal mit Sand, mal mit Felsen und mal mit Dreck und Schlamm.  

In bester Gesellschaft

«Vor uns starten Piloten wie Robby Gordon, Rob MacCachran und BJ Baldwin. Das sind alles Jungs, die auch den Speed fahren, den ich gern fahren möchte», erklärt Schwarz. «Das ist ein enormer Vorteil. Denn sie sind zügig unterwegs und ich kann mich nach ihrem Tempo richten ohne Gefahr zu laufen, in den Staub meines Vordermanns zu kommen. Wenn man ein langsameres Auto vor sich hat, kann es passieren, dass man abreißen lassen muss, weil man in den Staub kommt. So aber können wir im Zug der Schnellsten mitziehen und sicher von Anfang an auch ein hohes Tempo gehen. Deshalb können wir uns einen Platz in den Top-5 oder gar ein Podium einfacher zum Ziel setzen, als würden wir als Zehnter, Zwölfter oder 15. starten.»  

Von Las Vegas wird die «Wüsteneidechse» nun erst einmal zum Sitz von All German Motorsports im rund 600 Kilometer entfernten Escondido in Kalifornien zurück gebracht. Von dort geht es Anfang der nächsten Woche noch einmal etwa 300 Kilometer weiter zum Startort Ensenada. Und dann ist alles bereit für eine spektakuläre Baja 1000. 

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