Weltmeister Jannick de Jong brilliert in Werlte

Von Rudi Hagen
Sandbahn
Jannick de Jong gewann vor Stephan Katt und Dirk Fabriek

Jannick de Jong gewann vor Stephan Katt und Dirk Fabriek

Das war der Abend von Jannick de Jong. Der Niederländer gewann in Werlte die Solo-Konkurrenz und auch das Deka-Handicap-Superfinale. Hier wurde der B-Lizenzler Jens Buchberger aus Hemmoor überraschend Zweiter.

Nachdem der MSC Hümmling Werlte in den vergangenen Jahren einige Male Pech mit dem Wetter hatte, waren die Bedingungen beim 46. Internationalen ADAC-Sandbahnrennen bestens. Es war ein lauer Sommerabend und die Fahrer lobten die guten Bahnverhältnisse auf dem Hümmlingring.

Trotzdem schauten Rennleiter Josef Hukelmann und Tochter Linda vor dem Flutlichtevent etwas zerknirscht aus der Wäsche. Chris Harris war nicht da. Der im Vorfeld groß angekündigte Speedway-GP-Pilot aus England hatte die Auswirkungen des Amoklaufs von München zu spüren bekommen.

Nach einem Speedwayrennen am Freitagabend hatte sich Harris auf den Weg zur Fähre nach Dover aufgemacht, blieb dann jedoch in einem Stau stecken, der aufgrund der außerordentlich scharfen Kontrollen im Hafen entstand. Per Handy und Übertragung auf die Zuschauerränge in Werlte bedauerte der «Bomber» am Samstag gegen 19 Uhr sein Fehlen. Er schilderte die Zustände in England, der Stau sei mittlerweile auf 48 Meilen angewachsen. Paul Cooper und der B-Lizenzler Gareth Hickmott waren ebenfalls betroffen, sie schafften es aber gerade noch zum Rennbeginn in Werlte.

Über 3000 Zuschauer sahen dann guten Bahnsport. Im Gegensatz zum Langbahn-GP waren hier jeweils sieben Fahrer am Start, was für beste Rasanz sorgte. Jannick de Jong war der überragende Fahrer des Abends. Der Langbahn-Weltmeister gewann alle seine Läufe und wurde mit 24 Punkten Sieger vor Stephan Katt mit 20 Zählern und dem Niederländer Dirk Fabriek (19).

Den Abschluss des Rennabends bildete das sogenannte Deka-Handicap-Superfinale. Die besten drei Fahrer der B-Lizenz gegen die vier besten Internationalen. Marcel Sebastian, der Werlter Fabian Wachs und Jens Buchberger starteten mit 15 Metern Vorsprung vor Jannick de Jong, Stephan Katt, Dirk Fabriek und Jörg Tebbe.

Wachs und Sebastian hatten gleich nach dem Start Probleme und fielen aus, aber Buchberger preschte davon. Vier Runden lang lag er vorne, dann kassierte ihn de Jong ein. Als die Zielflagge nach Runde 5 geschwenkt wurde, fuhren alle mit Vollgas weiter und Buchberger ging kurz vor Start-und-Ziel zu Boden. Passiert war aber weiter nichts.

Jens Buchberger war überglücklich: «Das war anstrengend, eine Fahne habe ich nicht gesehen. Ich habe mir vorher gedacht, hop oder top.» Jannick de Jong war gleichermaßen platt: «Das war wirklich sehr anstrengend, aber es hat Spaß gemacht. Ich musste den Gashahn ganz schön aufdrehen, um den da vorne noch einzuholen.»

Ergebnisse Sandbahnrennen Werlte/D:

Solo: 1. Jannick de Jong (NL), 24 Punkte. 2. Stephan Katt (D), 20. 3. Dirk Fabriek (NL), 19. 4. Jörg Tebbe (D), 16. 5. Andrew Appleton (GB), 13. 6. Matthias Kröger (D), 11. 7. Bernd Diener (D), 9. 8. Mark Helmhout (NL), 8. 9. Kai Huckenbeck (D), 7. 10. Christian Hülshorst (D), 7. 11. Mark Beishuizen (NL), 6. 12. Romano Hummel (NL), 3. 13. Max Dilger (D), 2. 14. Paul Cooper (GB), 1.

Deka-Handicap-Superfinale: 1. Jannick de Jong. 2. Jens Buchberger. 3. Dirk Fabriek. 4. Stephan Katt. 5. Jörg Tebbe. Ausgefallen: Marcel Sebastian und Fabian Wachs.

Gespanne: 1. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 14 Punkte. 2. Matthias Motk/Sonja End (D), 12. 3. Karl Keil/David Kersten (D), 8. 4. Imanuel Schramm/Hermann Bacher (D), 3. 5. Natasha Bartlett/Ciara Southgate (GB), 3.

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