Jonathan Rea: «Habe mehr von Reiterberger erwartet»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM

Markus Reiterberger kam mit vielen Vorschusslorbeeren und als Deutscher Meister in die Superbike-WM. Wegen technischer Probleme und Verletzungen hat der BMW-Youngster eine schwierige Saison.

Wer im Team Althea BMW hinter die Kulissen blickt erkennt schnell: Es liegt nicht am Talent oder Einsatz von Markus Reiterberger, dass wir ihn in bislang 22 Rennen der Saison nur fünfmal in den Top-8 sahen.

Die BMW S1000RR arbeitet nur in einem kleinen Abstimmungsfenster perfekt, nach vielen Jahren mit Ducati trifft das Althea-Team dieses nicht immer. Kommunikationsprobleme mit den italienischen Technikern verkomplizieren die Arbeit am Set-up, dann brach sich Reiti im Juni in Misano auch noch mehrere Rückenwirbel. Pech hatte er wiederholt, als er etwa in Sepang auf Platz 4 liegend wegen eines kaputten Sensors ausfiel.

«Es ist augenscheinlich, dass er sehr schnell ist, er hat viel Potenzial», meint Weltmeister und WM-Leader Jonathan Rea zum Bayer. «Aber ehrlich gesagt habe ich mehr von ihm erwartet – vor allem mehr Konstanz. Letztes Jahr war er in Misano als Wildcard-Fahrer in der ersten Session extrem schnell. Der Level in der Superbike-WM ist aber ausgesprochen hoch, mit den Werksmaschinen von Kawasaki und Ducati. Das macht es für alle anderen Teams schwierig.»

Rea gegenüber SPEEDWEEK.com weiter: «Markus erledigt einen ordentlichen Job. Die erste Regel lautet aber, dass du deinen Teamkollegen schlagen musst, Jordi Torres liegt vor ihm. Torres erledigt gute Arbeit, für den Rest der Saison ist das Wichtigste für Markus, dass er ihn schlägt. Er ist ein netter Typ, wir haben schon ein bisschen miteinander gesprochen. Ich hoffe, dass er Fortschritte macht und auch zukünftig Superbike-WM fährt. Es ist immer gut, wenn man mehr Nationalitäten im Fahrerlager hat – und dazu einen weiteren netten Jungen.»

Reiterberger besitzt für die Superbike-WM 2017 einen Vertrag mit dem Team Althea BMW, Torres wird dort ebenfalls bleiben.

Dass Torres in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Punkte eroberte, der Spanier kämpft um WM-Rang 5, beweist das Potenzial der BMW. Reiterberger sucht nicht nach Ausreden: «Jordi ist ein richtig guter Rennfahrer und er schafft es immer wieder, das Maximum herauszuholen. Er macht momentan einfach einen besseren Job.»

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