Wie Stefan Bradl die Fortschritte bei Honda beurteilt

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Stefan Bradl macht leichte Verbesserungen an der Honda aus

Stefan Bradl macht leichte Verbesserungen an der Honda aus

Platz 7 im offiziellen Superbike-Test in Aragón liest sich nicht schlecht, der Rückstand zur Spitze beträgt für Stefan Bradl und Red Bull Honda aber 1,317 Sekunden. Weshalb sich der Bayer außerdem ärgerte.

Die Kawasaki-Werksfahrer Tom Sykes, Jonathan Rea und Ducati-Ass Chaz Davies fuhren wieder einmal in einer eigenen Liga, als Einzige blieben sie beim Superbike-Test am Montag bei besten Bedingungen unter 1:50 min. Sykes fuhr in 1:49,368 min so schnell wie keiner vor ihm auf Rennreifen und kratzte am Pole-Rekord 1:49,319 min, vergangenen Samstag von Davies mit einem Qualifyer-Reifen aufgestellt.

Auf Sykes verlor Stefan Bradl 1,317 sec, landete damit auf Rang 7 und blieb in Schlagdistanz zu Eugene Laverty (5.) auf der Werks-Aprilia. Seine beste Runde während des Wochenendes, gefahren in Superpole 1, unterbot der Moto2-Weltmeister von 2011 um 3/10 sec.

«Die zwei Kawa und die zwei Ducati sind für uns gar nicht das Thema», hielt Bradl fest. «Van der Mark als Vierter war den ganzen Tag nicht so schnell, wie er jetzt auf dem Papier ausschaut. Ich hoffe, dass wir dem Torres auf der BMW und den Yamaha einen Schritt näher kommen, das wäre für uns schon ein Erfolg. Laverty auf der Aprilia wurde bei diesem Test auch nicht langsamer, die haben bestimmt etwas gefunden. Es wird sich zeigen, wie es im nächsten Rennen ausschaut, ob wir da die Veränderungen auch hernehmen können. Meine Runde war noch nicht einmal gut, meine Idealzeit wäre zwei oder drei Zehntelsekunden schneller gewesen. Viel wichtiger ist aber, ob die Konstanz besser wurde, damit die Rennergebnisse besser werden. Dafür testen wir. Nicht, dass wir beim Test Dritter oder Vierter sind.»

Ist euch der erhoffte Schritt gelungen, fragte SPEEDWEEK.com. «Der erhoffte Schritt – das ist ein bisserl ein gewagtes Wort», entgegnete der Red-Bull-Pilot. «Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, weil wir ein bisschen mehr Grip am Hinterrad gefunden haben. Seltsamerweise kam das durch Veränderungen an der Front zustande. Wir haben rumgespielt und auch größere Schritte gemacht, mit dem Lenkkopfwinkel, Vorlauf, Nachlauf, Pipapo. Schlussendlich sind wir auf ein Setting gekommen von dem wir sagen können, dass es ein bisschen besser ist.»

Und ergänzte: «Am Schluss fuhr ich eine Rennsimulation mit 14 Runden, da war ich auch schneller als am Wochenende und hatte auch einen Ticken weniger Vorderradprobleme. Das ist aber nach wie vor das Problem. Wir haben mehr Gewicht aufs Hinterrad gesetzt, das hat sich positiv ausgewirkt und wir haben jetzt mehr Konstanz. Auch die Rundenzeit ist etwas besser.»

Im Gegensatz zu vielen anderen ging Bradl nicht auf Zeitenjagd, das lag auch an den Reifen. «Was mir stinkt: Einige Fahrer haben einen Qualifyer bekommen und ich nicht», klagte der 27-Jährige. «Sogar mein Teamkollege hatte einen Qualifyer drauf. Entweder haben das meine Leute verpennt – ich weiß nicht, was los war. Das ist ärgerlich.»

Zeiten Superbike-Test Aragón, 3. April 2017:

1. Tom Sykes (GB), Kawasaki, 1:49,368 min
2. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:49,388
3. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:49,536
4. Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:50,074
5. Eugene Laverty (IRL), Aprilia, 1:50,306
6. Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:50,438
7. Stefan Bradl (D), Honda, 1:50,685
8. Jordi Torres (E), BMW, 1:50,708
9. Nicky Hayden (USA), Honda, 1:50,837
10. Javier Forés (E), Ducati, 1:50,884
11. Marco Melandri (I), Ducati, 1:50,886
12. Leandro Mercado (RA), Aprilia, 1:50,978
13. Leon Camier (GB), MV Agusta, 1:51,047
14. Román Ramos (E), Kawasaki, 1:51,267
15. Randy Krummenacher (CH), Kawasaki, 1:51,403
16. Markus Reiterberger (D), BMW, 1:51,596
17. Alex De Angelis, (RSM), Kawasaki, 1:52,317
18. Ayrton Badovini (I), Kawasaki, 1:52,748
19. Jérémy Guarnoni (I), Kawasaki, 1:53,475

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