Honda: Hayden & Bradl müssen sich neuen Motor teilen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Stefan Bradl hofft auf viele Verbesserungen

Stefan Bradl hofft auf viele Verbesserungen

Kommende Woche bekommen Nicky Hayden und Stefan Bradl (Red Bull Honda) in Portimão erstmals den neuen Motor zum Probieren. Damit soll der Aufwärtstrend in der Superbike-WM eingeleitet werden.

Zwischen den Rennen in Aragón und Assen am letzten April-Wochenende liegen drei Wochen, zahlreiche Teams nützen die Zeit, um zu testen. Am Montag nach Aragón gab es im MotorLand einen offiziellen Test, am Ostermontag und Dienstag wird in Portimão an der portugiesischen Algarve weiterentwickelt.

«Es wird Zeit, dass wir ein paar Updates kriegen», hielt Stefan Bradl fest. «Die ersten Rennen fuhren wir mit den gleichen Sachen. Das ist natürlich auch wichtig, aber das Motorrad braucht Verbesserungen – das ist jedem klar.»

Für den Portimão-Test bringt Red Bull Honda die erste Motor-Entwicklungsstufe 2017, genannt Spezifikation 17.1. Aufgrund der limitierten Anzahl Motoren, jeder Fahrer hat pro Saison nur sieben zur Verfügung, muss sich Honda jeden Entwicklungsschritt genau überlegen.

«Wir dürfen nicht vergessen, dass die Motoren haltbar sein müssen, weil sie verplombt werden», unterstreicht Marco Chini, Racing-Manager von Honda Europa. «Jeder Schritt muss massiv sein, das ist auch wichtig für die Fahrer. Wenn sie merken, dass jede neue Spezifikation einen wirklichen Fortschritt darstellt, dann vertrauen sie dem Team und Honda mehr.»

Um nicht unnötig Motoren zu vergeuden, gibt es für Bradl und Teamkollege Nicky Hayden für Portimão nur einen 17.1, sie müssen sich den Motor während der zwei Testtage teilen. Erweist sich der neue Motor als der richtige Schritt, kommt er erstmals beim fünften Event in Imola Mitte Mai im Rennen zum Einsatz. Beim vierten Event in Assen wir mit dem gleichen Material wie zuletzt in Aragón gefahren.

SPEEDWEEK.com sprach mit Stefan Bradl, wie er die Motorenentwicklung einschätzt.

Stefan, könnt ihr mit dem neuen Motor die bisher gewonnenen Erkenntnisse nützen? Oder fangt ihr mit dem Mapping und der Abstimmung wieder bei Null an?

Das kann ich dir nach den ersten Runden in Portimão sagen, ich weiß es nicht. Jetzt hat das Team mal ein paar Daten von 2017, wenn es dann wieder bei Null losgeht...

Geometrie und Balance werden vom neuen Motor auch beeinflusst?

Das ist streckenspezifisch. Ich weiß nicht, was sonst noch Neues kommt. Eine Auspuffanlage eventuell. Ich hoffe, dass für Portimão alle Updates kommen.

Im Aragón-Test haben wir nur mit dem Set-up gearbeitet, mit der Geometrie und den Federelementen. Das war in Ordnung und hilfreich. Der Rest wird sich zeigen. Aber selbst wenn wir in Portimão zwei Tage gutes Wetter haben, werden wir nicht einen Riesenschritt nach vorne machen. Das ist kontinuierliche Arbeit, das geht nicht mit einem oder zwei Testtagen.

Es hängt auch immer von der Strecke und dem Wetter ab, man muss auf jede Situation reagieren. Dafür musst du wissen, zu welchem Zeitpunkt du was ändern musst, damit du das jeweilige Problem kompensieren kannst.

Auf Assen bin ich gespannt. Das ist eine flüssige und verdammt schnelle Strecke, es gibt keine riesigen Bremszonen, das wird vom Charakter ganz etwas anderes.

Pieter Breddels, der Technische Manager des Teams, rechnet damit, dass ihr in Assen um einen Podestplatz kämpft.

Ich würd’s mir wünschen, aber bislang sind wir weit weg vom Podium.

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