Superbike-WM

Portimão, Lauf 1: Lehrstunde von Rea, Bradl gestürzt

Von - 16.09.2017 16:47

Das erste Rennen der Superbike-WM in Portimão war schnell entschieden. Von der Pole-Position stürmte Kawasaki-Pilot Jonathan Rea zu einem ungefährdeten Sieg. Honda-Pilot Stefan Bradl schied nach Sturz aus.

Angenehme 22 Grad Celsius herrschten bei Start in den ersten Lauf der Superbike-WM in Portimão, die Sonne hatte den Asphalt auf ideale 39 Grad aufgeheizt. Auch die am Freitag böigen Winde hatte sich verzogen – nahezu perfekte Bedingungen für ein spannendes Rennen.

Doch spannend war das Rennen an der Spitze aber nicht. Pole-Setter Jonathan Rea beeindruckte mit einer Startrunde von 1:43,608 und lag nach Runde 1 bereits um 2,2 sec vorn. Nach 20 einsamen Runden fuhr der WM-Leader mit seiner Kawasaki im Schongang mit 6,2 Sekunden Vorsprung als Sieger über den Zielstrich – es war sein vierter Portimão-Triumph in Serie!

Rea führt die Superbike-WM 2017 nun mit 95 Punkten Vorsprung vor seinem Kawasaki-Team Tom Sykes an, der wegen einer Verletzung (Sturz im dritten Training) nicht am Rennen teilnahm.

Unterhaltsamer war der Kampf um die weiteren Podiumsplätze, in den die beiden Ducati- und Aprilia-Piloten sowie MV Agusta verwickelt waren. Als Zweiter setzte sich Ducati-Pilot Chaz Davies durch. Im Duell um Platz 3 hatte Marco Melandri (Ducati) knapp die Nase vor Leon Camier mit der MV Agusta. Der Brite fuhr ein begeisterndes Rennen, nachdem er wegen eines Defekts die Superpole verpasste und nur als Elfter in der Startaufstellung stand.

Bester Yamaha-Pilot wurde Michael van der Mark auf Platz 5 – sein Teamkollege Alex Lowes stürzte. Für BMW sicherte der im Rennen stets bärenstarke Jordi Torres den sechsten Rang.

Trotz starker Pace in der Superpole gingen die Aprilia-Asse im ersten Rennen letztendlich unter. Lorenzo Savadori musste frühzeitig abreißen lassen und sag als Achter das Ziel, Eugene Laverty hielt sich länger in den Top-5 auf, wurde dann aber nur Siebter.

Stefan Bradl hatte einen famosen Start ins Rennen und kam als Sechster aus der ersten Kurve. In der dritten Runde ging der Red Bull Honda-Pilot aber hart zu Boden und musste das Rennen aufgeben.

Bradls Teamkollege Takumi Takahashi zeigte im Rennen weitere Steigerungen und erhielt als 15. einen WM-Punkt. Zeitweise fuhr der Japaner denselben Speed wie etablierte Piloten, die um Platz 10 kämpften.

So lief das Rennen

Start: Rea biegt vor Laverty und Melandri in die erste Kurve ein. Davies auf Platz 5, Bradl auf Platz 7.

Runde 1: Rea in nur einer Runde schon 2,2 sec vor Laverty, Savadori, Davies und Melandri! Bradl vorbei an Fores auf Platz 6. Michael vd Mark mit Yamaha auf P8, Torres mit der besten BMW nur auf elf.

Runde 2: Rea wieder eine Sekunde schneller als der Rest, dahinter die beiden Aprilia und Ducati-Asse. Bradl verliert Platz 7 wieder an Fores. Camier (8.) auf dem Vormarsch und vorbei an vd Mark.

Runde 3: Rea ist um 3,7 sec enteilt. Laverty hält noch Davies und Melandri in Schach. Davies schnappt sich Platz 3. Savadori Fünfter. Für Stefan Bradl ist das Rennen nach einem Sturz bereits vorbei.

Runde 4: Davies legt sich Laverty zurecht. West auf Platz 16.

Runde 5: Davies jetzt erster Verfolger von Rea, aber der führt bereits um 4,3 sec.

Runde 6: Camier jetzt auf Platz 6, Lowes vorbei an Fores und van der Mark auf Platz 7. Zwischen Camier (5.) und Fores (10.) liegen nur 1,6 sec.

Runde 7: Davies setzt sich von Laverty ab. Camier (5.) vorbei an Savadori

Runde 8: Melandri findet endlich einen Weg an Laverty vorbei. Sturz von Alex Lowes. West auf Platz 12.

Runde 9: Rea nimmt angesichts 5,4 sec Vorsprung auf Davies und 7,2 sec auf Melandri bereits Speed heraus. Camier (5.) schneller als Laverty (4.). Torres jetzt vor auf Platz 7.

Runde 10: Sturz Leandro Mercado – West jetzt auf Platz 11, Takahashi als 15. in den Punkten!

Runde 11: Rea und Davies im Gleichtakt, Melandri auf Platz 3 vor Laverty und Camier. Vd Mark hält Platz 6 vor Torres und Savadori.

Runde 12: Respekt - Camier lässt Laverty auf der schnellen Aprilia hinter sich! Takahashi fährt schneller als Ramos auf Platz 10 und West (11.).

Runde 13: Rea 6 sec vor Davies, Melandri liegt 10 sec zurück – und Camier holt zum Italiener auf!

Runde 14: Vd Mark (5.) vorbei an Laverty (6.)

Runde 16: Camier (4.) nur noch 1,4 sec hinter Melandri. Laverty (7.) verliert eine weitere Position an Torres (6.)

Runde 17: West (12.) fällt hinter De Rosa (11.) zurück.

Runde 18: Rea und Davies sind durch, Melandri muss noch vor Camier zittern. Vd Mark hat P5 sicher.

Runde 19: West muss Platz 12 gegen Badovini verteidigen.

Runde 20: Rea siegt vor Davies, Melandri rettet 0,3 sec vor Camier ins Ziel. Dann vd Mark, Torres, Laverty, Savadori, Fores, Ramos, De Rosa, Badovini, West, Russo und Takahashi.

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Ganz einfach: Der Sieg von Jonathan Rea war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr © Gold & Goose Ganz einfach: Der Sieg von Jonathan Rea war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr Jonathan Rea wurden von den beiden Ducati-Piloten aufs Podium begleitet © Gold & Goose Jonathan Rea wurden von den beiden Ducati-Piloten aufs Podium begleitet
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