Trotz Dominanz: Kawasaki hadert mit Superbike-Regeln

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Die Kawasaki ZX-10RR im Test-Outfit

Die Kawasaki ZX-10RR im Test-Outfit

Der Jerez-Test zeigte erneut, wie dominant Kawasaki derzeit in der Superbike-WM ist. Doch bei Kawasaki in Japan ist man vom neuen Reglement für die Saison 2018 alles andere als angetan. Zeit für den Ausstieg?

In der Superbike-WM 2018 erleben wir als neues Balance-Instrument ein Drehzahllimit. Ist ein Hersteller zu erfolgreich, kann die per Reglement definierte Drehzahl schrittweise um 250/min herauf und herunter gesetzt werden.

Bereits bei Ducati fragte man sich, inwiefern ein aufwändiges Entwicklungsprogramm unter diesen Umständen noch sinnvoll ist, wenn die teuer erkauften Vorteile auf der Strecke per Reglement wieder genommen werden.

Und nun ist aus dem Dunstkreis von Kawasaki ähnliches zu hören. «Die Japaner sind sauer», sagte Teamchef Guim Roda bei corsedimoto. «Gar nicht wegen der initialen Drehzahl, sondern wegen der nach drei Rennen möglicherweise weiteren Reduzierung um 250/min – und nach drei Rennen wieder und wieder und wieder. Kawasaki nimmt an der Superbike-WM teil, um die Qualität seines Produktes zu präsentieren. Durch die Reduzierungen sieht man dann aber gar nicht mehr die ursprüngliche Kawasaki, sondern ein stark beschnittenes Bike. In der öffentlichen Darstellung lässt sich das schwierig erklären.»

Kawasaki fuhr in der Superbike-WM 2017 mit 15.200/min, das Drehzahllimit für den Saisonstart 2018 wurde auf 14.100/min festgelegt.

Der Vertrag zwischen Kawasaki und dem Provec-Team endet nach der Superbike-WM 2018, so wie auch die Verträge mit Jonathan Rea und Tom Sykes.

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