Marinelli: Erstes Termignoni-Projekt für Ducati V4!

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Ernesto Marinelli muss kein rot mehr tragen

Ernesto Marinelli muss kein rot mehr tragen

Nach 22 Jahren bei Ducati kehrte Ernesto Marinelli dem Traditionswerk den Rücken und widmet sich seit 2018 bei Termignoni neuen Aufgaben. Sein erstes Projekt für die Panigale V4 führt ihn zurück zu seinen Wurzeln.

Ernesto Marinelli war seit 1995 für Ducati tätig, von Anfang an für das Superbike-Projekt. Der Maschinenbau-Ingenieur arbeitete sich vom Track-Engineer über den Posten als Teamchef des Ducati-Werksteams in der US-Meisterschaft und Technischen Direktor des Superbike-Projekts bis zum Projektleiter aller Superbike-Aktivitäten von Ducati hoch. Ende 2017 endete die 22-jährige Ära. Bei Auspuffspezialist Termignoni leitet er nun die Produkt- und Technische-Entwicklung.

Für Termignoni ist nicht nur die Expertise von Marinelli ein Gewinn, sondern auch das Netzwerk, das der 192 große Italiener im Laufe der Jahre gesponnen hat.

Und Marinelli nimmt seinen Pragmatismus mit, der Ducati in der Superbike-WM zum erfolgreichsten Hersteller in der seriennahen Motorradweltmeisterschaft gemacht hat. «Der Rennsport lehrte mir, komplexe Dinge zu vereinfachen. Einfache Lösungen helfen, um zu lernen, die richtigen Prioritäten zu setzen und zu optimieren. Das ist auch ein sehr nützlicher Ansatz, wenn es um die Entwicklung neuer Produkte geht», sagte Marinelli. «Die Erfahrung hat mich auch gelehrt, dass Teamarbeit unerlässlich ist. Jeder Beitrag ist wichtig, also müssen wir die Kreativität unseres Teams fördern, um das Beste aus jedem Einzelnen herauszuholen.»

Neue Produkte im Marinelli bereits im Visier. Bei Termignoni laufen bereits die Vorbereitungen eines optimierten Abgassystem für die Ducati Panigale V4. «Das Vierzylinder-Bike erfordert ein ganz spezielles Design», weiß Marinelli. « Ich bringe meine Leidenschaft für Abgassysteme mit – ein wesentlicher Bestandteil jedes Motorrads, sowohl in Bezug auf Ästhetik und Leistung. Termignoni ist für mich nach wie vor ein Bezugspunkt für italienische Handwerkskunst und Kreativität. Wir müssen sicherstellen, dass Made in Italy und das Design unsere Stärken bleiben, ebenso wie unsere Schnelligkeit bei der Veröffentlichung neuer Produkte.»

«Wir wollen aber auch ein spezielles BMW Sortiment entwickeln», ergänzte der Termignoni-Manager weiter. «Ein weiterer Markt in den wir drängen werden, ist das Slip-On-Segment, denn das ist ein wichtiger Einstieg in unsere Produktpalette. Ich möchte auch Baukastensysten erstellen, so dass jedes Motorrad ein maßgeschneidertes Produkt basierend auf dem Modell und den Bedürfnissen des Kunden haben kann. Wir haben viele Ideen im Kopf und freuen uns darauf, sie zu entwickeln.»

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