Tom Sykes’ Zeit bei Kawasaki neigt sich dem Ende zu

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Tom Sykes

Tom Sykes

Nach neun Jahren mit Kawasaki steht Tom Sykes vor dem Wechsel zu Yamaha. «Ich kann jedes Superbike-Rennen gewinnen, dafür müssen aber die Voraussetzungen stimmen», meint der Engländer.

Dank Tom Sykes wurde Kawasaki seit 2012 zur bestimmenden Kraft in der Superbike-WM. Der Engländer verpasste damals den WM-Titel gegen Max Biaggi (Aprilia) um einen halben Punkt (!), im Jahr darauf wurde Sykes Champion. Insgesamt eroberte er 34 Siege und 105 Podestplätze und fuhr 38 Mal die schnellste Rennrunde. Seine 44 Pole-Positions sind Rekord. Sykes sorgte für den ersten WM-Titel für Kawasaki seit Scott Russell 1993.

Seit 2015 hat Sykes Jonathan Rea als Teamkollegen, der Nordire gewann seither dreimal den Titel und bricht einen Rekord nach dem anderen.

Weil die Motorräder in den letzten Jahren immer seriennaher wurden, fühlt sich Sykes mit seinem Stop-and-Go-Fahrstil auf der ZX-10RR zunehmend unwohl und arbeitet deshalb an seinem Wechsel zu Yamaha. Mit dem Hersteller mit den drei Stimmgabeln im Logo begann der 32-Jährige 2009 seine internationale Karriere.

Nach den beiden Siegen von Michael van der Mark in Donington Park ist bewiesen, dass die neue R1 gewinnen kann.

«Ich habe eine gute Beziehung mit Kawasaki, das Motorrad passt aber nicht zu meinem Fahrstil», hielt Sykes im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Ich weiß, dass ich viel mehr leisten könnte. Die neuen Regeln sorgen dafür, dass jeder, der seine Arbeit ordentlich erledigt, wie Kawasaki, letztlich darunter leidet. Was wir im Fernsehen oder auf den Zeitenlisten sehen, zeigt nicht das wahre Bild. Das ist nur Schall und Rauch. Kawasaki macht einen super Job und wird dafür bestraft. Erledigt ein anderer Hersteller gute Arbeit, geht es ihm gleich. Es geht nur noch darum, dass das Endprodukt im Fernsehen passt.»

«Ich habe die Möglichkeit, jedes Rennwochenende zu gewinnen», ist Sykes vor dem Event in Brünn am kommenden Wochenende überzeugt. «Daran habe ich keine Zweifel. Dafür musst du aber auch die Voraussetzungen haben. Momentan passt die Kawasaki besser zu einer anderen Art Fahrstil, welche in meinen Augen nicht der beste Rennstil ist.»

Dass er und Rea im zweiten Rennen in Donington Park von Superbike-Rookie Toprak Razgatlioglu (Platz 2) aus dem Puccetti-Team besiegt wurden, macht Sykes kein Kopfzerbrechen: «Das war eine herausragende Leistung von ihm. Er muss aber auch solche Leistungen zeigen, er sitzt auf dem gleichen Motorrad wie Jonathan und ich.»

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