Marco Melandri (Ducati): Pfennigartikel kostet Sieg

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Frust: An der Ducati von Marco Melandri brach der Bremshebel ab

Frust: An der Ducati von Marco Melandri brach der Bremshebel ab

Als Marco Melandri im zweiten Superbike-Lauf in Brünn in Runde 5 ins Kiesbett rauschte, schien ein Fahrfehler des Ducati-Piloten die Ursache gewesen zu sein, doch es war ein Defekt.

Nach seinem Doppelsieg beim Saisonauftakt der Superbike-WM 2018 auf Phillip Island war das Meeting in Brünn Marco Melandri die Gelegenheit, endlich wieder auf das oberste Podest zu steigern. Nach starken Trainings wurde er im ersten Rennen am Samstag Zweiter, den möglichen Sieg im zweiten Lauf verpasste der Ducati-Pilot in Führung liegend jedoch nach einem Ritt durch das Kiesbett deutlich – er wurde nur 15.

«Wir hatten viel Pech im zweiten Rennen», brummte Marco Melandri im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Johnny war bereits aus dem Rennen und ich fühlte mich sehr gut. Ich habe dann etwas mehr attackiert und beim Anbremsen der dritten Kurve brach der Bremshebel für hinten ab. Dadurch verpasste ich den Bremspunkt, verlor ein paar Meter und rauschte von der Strecke. Ab diesem Zeitpunkt war das Rennen für mich gelaufen.»

Geblieben ist dem 35-Jährigen lediglich die schnellste Rennrunde. «Ich versuchte nur noch, das Rennen irgendwie zu beenden, um Daten für Laguna Seca zu sammeln», sagte der Melandri, der seinen Frust nicht verbergen wollte. «Ich bin total enttäuscht. Wenn ich mir meine Rundenzeiten anschaue, dann hätten die locker zum Sieg gereicht statt nur 15. zu werden. Da fällt es mir schwer so zu tun, als wäre das ok für mich. Donington war zum Vergessen, sobald wir aber die Stabilitätsprobleme beseitigt hatten, hatte ich auch wieder Vertrauen. Ich denke in Lagune werden wir in jedem Fall um starke Ergebnisse kämpfen können.»

Mit einem Sieg hätte Melandri in der Gesamtwertung Rang 4 von Tom Sykes (Kawasaki) übernommen, mit nur einen Zähler aus dem zweiten Rennen konnte er seinen Rückstand jedoch nur auf 22 Punkte reduzieren. Zu allem Überfluss gerät Melandri sogar noch unter Druck von Alex Lowes (Yamaha), der durch den Sieg im zweiten Rennen nur noch drei Punkte hinter dem WM-Fünften liegt.

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