Shaun Muir Racing: 2019 mit Aprilia, BMW oder Ducati?

Von Ivo Schützbach und Gordon Ritchie
Superbike-WM
Milwaukee-Aprilia-Teamchef Shaun Muir

Milwaukee-Aprilia-Teamchef Shaun Muir

Die Zusammenarbeit mit Aprilia gestaltet sich für das Milwaukee-Team in der Superbike-WM nicht so erfolgreich, wie es sich Eigentümer Shaun Muir wünscht. Für 2019 prüft der Engländer deshalb verschiedene Szenarien.

Seit Anfang April ist für Teamchef Shaun Muir klar: So wie dieses und letztes Jahr geht es mit Aprilia nicht weiter. «Bei Aprilia ist eindeutig, dass deren Fokus auf der MotoGP-WM liegt», hielt der Engländer fest. «Wenn wir Werksunterstützung haben wollen, müssen wir dafür bezahlen. Um einen Schritt nach vorne zu machen, schwebt mir vor, dass wir einen Hersteller finden, mit dem wir 2019 gewinnen können. Ich will aber auch, dass mein Team kommerziell besser dasteht. Aprilia ist ein starker Partner, alles ist gut strukturiert und wir haben viel Equipment. Um weiter nach vorne zu kommen, müssen wir aber neu verhandeln. So wie es jetzt ist, kann ich es nicht mehr akzeptieren. Alles was wir bekommen, müssen wir bezahlen.»

Muir kann sich deshalb vorstellen, nächste Saison mit einem anderen Hersteller zu arbeiten. «Zu Suzuki habe ich keinen Kontakt und BMW weiß erst Anfang Juli, wie deren Programm aussehen wird», erklärte er SPEEDWEEK.com in den USA. «Ich habe BMW mitgeteilt, dass wir gerne in Betracht gezogen würden als werksunterstütztes Team – nicht als Teil des Kundensportprogramms. Aprilia habe ich mitgeteilt, wie ich mir eine weitere Zusammenarbeit vorstelle. Ich gehe davon aus, dass mir Romano Albesiano bis Misano ein Angebot unterbreitet. Wie dieses aussehen wird, kann ich nicht sagen. Bei Ducati habe ich angefragt wegen Leasing von V4 Panigale. Wir wollen in der Superbike-WM bleiben.»

Problematisch: Nicht jeder potenzielle Sponsor würde mit jedem der drei möglichen Hersteller Aprilia, BMW und Ducati zusammenarbeiten.

«Wenn zum Beispiel einer meiner Sponsoren mit der Piaggio Gruppe arbeiten möchte, dann geht das nicht, weil sie bereits mit einer konkurrierenden Marke arbeiten», schilderte Muir. «Mit BMW oder Ducati würde es aber gehen. Daraus ergeben sich für mich viele mögliche Szenarien aus Sponsoren und Herstellern, ich drehe mich momentan im Kreis.»

Bevor diese Fragen nicht geklärt sind, nimmt der Teameigentümer keine Fahrer für 2019 unter Vertrag. «Ich kann ja keinem etwas Konkretes anbieten», so Muir. «Sechs Fahrer haben Interesse an uns bekundet, wenn wir eine gewisse Richtung einschlagen. Ich werde erst in der Woche vor Misano konkrete Angebote machen können. Den zwei Nummer-1-Fahrern, mit denen ich spreche, habe ich gesagt, dass sie nicht auf mich warten sollen – ich bin sehr ehrlich zu den Fahrern.»

2018 fahren Eugene Laverty und Lorenzo Savadori für Milwaukee Aprilia. Laverty verhandelt auch mit den Werksteams von Ducati, Yamaha und Kawasaki, an einem Verbleib bei Aprilia hat der Nordire kein Interesse, so lange die RSV4 nicht siegfähig ist. Dasselbe gilt für BMW. Savadori ist ein Aprilia-Zögling: Verschwindet der italienische Hersteller aus dem SBK-Paddock, muss er mit seiner Karriere einen anderen Weg einschlagen. Machen Aprilia und SMR gemeinsam weiter, hofft auch Scott Redding, der seinen MotoGP-Platz bei Aprilia nach dieser Saison verliert.

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