Scheidungskrieg: Wie sehr Tom Sykes darunter leidet

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Im April 2018 sprach Tom Sykes erstmals öffentlich über seine Scheidung von Ex-Frau Amie, ein monatelanger Rosenkrieg belastet den Engländer. Mit freierem Kopf fährt er in Magny-Cours beinahe wie in alten Zeiten.

In 1:35,696 min verbesserte Tom Sykes seinen eigenen Pole-Rekord in Magny-Cours, womit er in Frankreich zum 47. Mal in seiner Karriere von Startplatz 1 losbrauste. Ebenfalls Rekord.

Im Rennen konnte er seinen Teamkollegen Jonathan Rea zwar nicht lange halten, mit 3,091 sec Rückstand auf den alten und neuen Weltmeister war Sykes aber bei weitem Best of the Rest. Javier Fores (Barni Ducati) verlor als Dritter 8,558 sec.

«Wir haben schon das ganze Wochenende ein gutes Motorrad, mir mangelt es lediglich an Grip in voller Schräglage», erzählte Sykes, dem jetzt 33 Punkte auf den WM-Dritten Michael van der Mark (Pata Yamaha) fehlen. «Über die Renndistanz wird so etwas zum Problem. Was ich in einigen Kurven verlor, wollte ich woanders gut machen – aber Jonathans Pace war sehr konstant. Das ist enttäuschend, auf der anderen Seite hatte ich aber großen Vorsprung auf die anderen. Meine schnellste Rennrunde war fast so gut wie die von Jonathan, grundsätzlich stimmt es also bei uns. Wenn wir das Gripproblem in den Griff kriegen, kann ich das Rennen am Sonntag gewinnen.»

In Frankreich sehen wir wieder den alten Tom Sykes – lachend, gröhlend, immer zu Scherzen aufgelegt. Und sehr schnell.

Vergangenen April sprach der 33-Jährige erstmals öffentlich über seine Scheidung von Ex-Frau Amie, sie haben zwei kleine Töchter miteinander. Die Trennung war kein Geheimnis, Sykes hing das Thema aber nie an die große Glocke. Wie sehr es ihn belastet fällt nur jenen auf, die ihn besser kennen.

Die Trennung endete in einem Rosenkrieg, wie häufig bei einer solchen Scheidung geht es auch darum, wie oft und wann der Vater seine Kinder sehen darf. Sykes hatte monatelang keinen freien Kopf, darunter litten natürlich seine Leistungen auf der Rennstrecke. «Leider habe ich noch einiges vor mir», räumte der Kawasaki-Pilot ein.

«Was in meinem Privatleben geschieht, hat natürlich einen Einfluss», gab der Weltmeister von 2013 zu. «Ich sitze nicht von 9 bis 17 Uhr am Schreibtisch und erledige einen Standardjob, ich bin Profisportler. Wenn du große Lebensprobleme hast, nagt das an deiner Leistung. Das hat mich die letzten 18 Monate beschäftigt, aber jetzt komme ich zurück. Ich lerne aus meinen Fehlern. Mein Kopf ist jetzt eine Winzigkeit freier, weil ich mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen darf.»

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