Markus Reiterberger erobert zweitbestes WM-Ergebnis

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Die Hälfte des ersten Superbike-WM-Laufs in Assen fuhr Markus Reiterberger mit seiner BMW S1000RR auf Podestkurs. Dann baute der Hinterreifen ab und der Bayer fiel bis auf Platz 6 zurück.

Nach gutem Start fuhr Markus Reiterberger die ersten sieben Runden auf Platz 2, dann wurde er von Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) überholt. Die nächsten zwei Runden hielt er sich als Dritter, dann zog auch Yamaha-Werksfahrer Michael van der Mark an ihm vorbei.

Bis ins Ziel musste sich Reiterberger auch noch Leon Haslam (Kawasaki) und Alex Lowes (Yamaha) beugen. Trotzdem: Platz 6 ist das zweitbeste WM-Ergebnis in der Superbike-Karriere des Obingers. In Misano 2016 war er bereits einmal Sechster, besser war er nur in Buriram 2016, als er auf Platz 5 brauste.

Reitis Manager Werner Daemen relativierte die früheren Ergebnisse: «In Thailand damals hatten einige Fahrer Bremsprobleme, deshalb wurde Markus Fünfter. Das heute war sein bestes WM-Rennen. Er hatte drei Runden dabei, in denen er eine Sekunde langsamer fuhr, aber hier geht es gegen die besten Fahrer der Welt. Das war eine gute Leistung. Die Leistungsdichte im Feld ist viel höher als 2016.»

Als sich SPEEDWEEK.com kurz nach dem ersten Rennen mit Reiti in der BMW-Box traf, grinste er übers ganze Gesicht. «Man muss bedenken, das ich auf einer Startposition stand, auf der ich unter normalen Umständen nicht gestanden wäre», bemerkte der 25-Jährige. «Ich hatte einen brutal guten Start und die ersten Runden natürlich ausgenützt mit dem weicheren Hinterreifen und bin da vorne mitgefahren, das war mein großer Vorteil. Deshalb konnte ich mich auf einer Position halten, wo ich sonst vielleicht nicht gewesen wäre. Über die Distanz erlebten wir einen Einbruch, aber daran können wir arbeiten.»

Als du überholt wurdest, konntest du keine Gegenwehr leisten? «Nein, ich war wirklich am Limit und musste schauen, dass ich meine Pace auf diesem Level halten konnte», erklärte der BMW-Pilot. Ab Mitte des Rennens habe ich meinen Fahrstil etwas geändert, früher gebremst und bin weicher durch die Kurven gefahren und habe mehr Schwung mitgenommen, um den weichen Reifen zu schonen. Aber es war schwierig das durchzuhalten.»

Drei Runden bist du eine Sekunde langsamer gefahren, als deine normale Pace. Was war da los? Reiti: «Zweimal habe ich zu optimistisch gebremst und musste in der Kurve weitgehen, weil ich unterschätzt hatte, wie der Reifen abbaut. Und einmal drückte mich Lowes noch nach außen, als er mich überholte. Ab Mitte des Rennens hatte ich zudem extreme Probleme mit Arm-pump, das hatte ich zuvor noch nie.»

BMW-Teamkollege Tom Sykes wurde Zehnter, WM-Leader Alvaro Bautista (Ducati) gewann das zehnte Rennen in Folge.

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