Sandro Cortese: Schlimme Befürchtung wurde bestätigt

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Sandro Cortese

Sandro Cortese

Seit seinem Sturz bei der Superbike-WM in Donington Park leidet Sandro Cortese (GRT Yamaha) an Schmerzen in der linken Schulter. Jetzt fanden seine Ärzte heraus, weshalb er sich bei den Rennen in Kalifornien so quälte.

Yamaha-Pilot Sandro Cortese war einer von sechs Fahrern, der im Sprintrennen in Donington Park auf dem Öl von Peter Hickmans kaputter BMW S1000RR ausrutschte und in einem Massencrash spektakulär abflog. Weil es von Donington Park direkt zu den Rennen nach Laguna Seca weiterging, hatte der Schwabe keine Chance, seine linke Schulter näher untersuchen zu lassen.

«Mein körperlicher Einbruch war so groß, dass ich nicht mehr fahren konnte, wie ich wollte», schilderte Cortese nach dem ersten Rennen in Laguna Seca. «Ich konnte den Arm nicht anheben und musste das anderweitig kompensieren.»

Der Supersport-Weltmeister quälte sich durch das Wochenende, und klaubte mit den Plätzen 14, 11 und 14 mühevoll vier WM-Punkte zusammen.

Zurück in Deutschland wurde er bei den Schulterspezialisten im Memminger Ärztehaus vorstellig, die sich seine MRT-Aufnahmen genau anschauten.

«Die Bänder sind sehr lädiert, die Supraspinatussehne hat Faserrisse und das Schultergelenk ist stark eingeblutet», erklärte Cortese SPEEDWEEK.com. «Daher kam auch der Riesenschmerz – der Arzt hat sich gewundert, wie ich so Rennen fahren konnte. Zwei Ärzte haben sich die Schulter angeschaut, sie sind sich einig, dass man nicht operieren muss, die Schulter ist aber stark lädiert. Bis Portimao in zwei Monaten bin ich wieder 100-prozentig fit.»

Die nächsten zehn Tage muss Cortese die Schulter ruhig halten, damit sich die Muskeln erholen. «Nebenher bekomme ich Physiotherapie und Ultraschall, um sie wieder in Schwung zu bringen», verriet der 29-Jährige. «Bis zum nächsten Rennen habe ich genügend Zeit, um Muskelaufbau zu betreiben.»

Wie er sich die Verletzung im Arm in England zuzog, weiß Cortese nicht genau: «Ich bin beim Anbremsen gestürzt und wahrscheinlich dumm auf die Schulter gefallen. Manchmal geht das ganz schnell und plump, wie genau es passiert ist, kann ich nicht sagen. Die Schmerzen kamen auch erst in den Tagen danach, der Arzt meinte, das wäre ganz normal. Wenn ein Knochen bricht, ist er kaputt. Wenn Sehnen einbluten, dauert das – erst dann tut es weh. Durch das immer wieder Fahren hat sich die Schulter dann entzündet und blutete immer noch mehr ein. Das war im ersten Rennen in Laguna am Samstag der Fall und zog sich dann durchs ganze Wochenende.»

Was wäre passiert, wenn du direkt nach Donington zum Arzt wärst? «Als normaler Arbeitnehmer hätte mich der Arzt drei Wochen krankgeschrieben», schmunzelte der WM-Zehnte. «Er fragte mich spaßeshalber, ob ich eine Krankmeldung brauche. Und sagte, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass man nichts operativ machen muss.»

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