BMW-Star Tom Sykes: «Verpasste magische Momente»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Tom Sykes

Tom Sykes

Seit 2009 fährt Tom Sykes in der Superbike-WM, in 296 Rennen hat er 112 Podestplätze erobert, darunter 34 Siege. Der BMW-Werksfahrer über Geld, Egoismus und das Fliegen als Lebensinhalt.

Lediglich der vierfache Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) ist in der Superbike-WM seit 2009 erfolgreicher als Tom Sykes. Mit 112 Podestplätzen, 34 Siegen, 49 Poles und 39 schnellsten Rennrunden gehört der Engländer zu den Besten aller Zeiten. Von 2012 bis 2017 beendete er die Weltmeisterschaft immer in den Top-3, 2018 wurde er Vierter, in seinem ersten Jahr für BMW 2019 Achter. 2013 schloss er die Saison als Champion ab.

Dieses Jahr fährt Sykes gemeinsam mit Eugene Laverty im BMW-Werksteam. Der 34-Jährige ist nie um eine kesse Antwort verlegen, ihm kann man auch ungewöhnliche Fragen stellen.

Tom, seit 2012 bist du in der Weltmeisterschaft sehr erfolgreich. Konntest du dir deshalb Träume erfüllen?

Viel Geld zu verdienen gibt dir Freiheit in deinen Entscheidungen. Wenn man etwas braucht, kann man es sich auch leisten.

Ich konnte aber schon immer gut mit Geld umgehen. Als ich 14 Jahre alt war, hatte ich 5,50 Pfund pro Woche Taschengeld, mit denen ich klarkommen musste.

Deine Vorfahren sind Engländer, nicht Schotten?

Korrekt. Aber ich bin ein Yorkshireman – uns sagt man auch Geiz nach.

Es gibt einen Unterschied zwischen Geiz und bedachtem Geld ausgeben.

Richtig, ich denke voraus.

Du leistest dir keine teuren Autos, Häuser oder Schiffe?

Ich habe ein schönes Haus, ein Auto und einen Transporter und zum Hobby fahre ich Kart. Nichts Verrücktes, ich bin ganz normal. Ich gehe gerne auf einen Kaffee in die Stadt und genieße das Leben.

Nach deiner Rennfahrerkarriere wirst du Farmer?

Ich weiß noch nicht. Vielleicht bleibe ich auch dem Rennsport treu, weil ich das Adrenalin brauche.

Abgesehen von den vielen Reisen: In welchen Bereichen hat dein Beruf Auswirkungen auf dein Privatleben?

Als Rennfahrer muss man etwas egoistisch sein.

Ich habe viele magische Momente verpasst, etwa die Geburt meiner zweiten Tochter. Aber so etwas passiert jedem Rennfahrer. Dafür sehen wir wundervolle Gegenden der Welt.

Und wenn du zuhause bist, dann bist du zuhause?

Richtig. Ich bin wahrscheinlich mehr zuhause als jemand, der einen 9-bis-17-Uhr-Job hat.

Lebst du noch immer in England?

Ja, in Leamington Spa bei Birmingham. Dort ist es nicht ganz so ländlich wie in Yorkshire.

Warum hast du Yorkshire verlassen?

Um näher an den Flughäfen zu sein. Mein Leben besteht aus Fliegen.

Du hast nie überlegt, nach Monaco, Andorra oder auf die Insel Man auszuwandern?

Doch, aber ich bin ein Familienmensch. Ich genieße es, dass ich nach einer zweistündigen Fahrt nach Norden meine ganze Familie sehen kann.

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