SBK-Legende Frankie Chili: «So was nie zuvor gesehen»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
So haben Superbike-Fans Frankie Chili in Erinnerung

So haben Superbike-Fans Frankie Chili in Erinnerung

Der an Parkinson erkrankte Frankie Chili verfolgt die Superbike-WM intensiv und freut sich auf die neue Saison. Das liegt vor allem daran, dass mit Ducati-Werkspilot Michael Rinaldi ein Italiener vorn mitfahren könnte.

Ende der 1990er bzw. Anfang der 2000er Jahre zählte Frankie Chili zu den beliebtesten und am meisten respektierten Piloten im Paddock der Superbike-WM. Nach der Saison 2006 zwang eine langwierige Verletzung den beliebten Italiener zum Rücktritt. Er hatte sich das Becken gebrochen, außerdem entzündete sich eine Verletzung am Bein, deren Folgen ihn noch heute beeinträchtigen.

Seit 2018 kämpft der 56-Jährige in erster Linie gegen die heimtückische Parkinson-Krankheit an, die er 2020 öffentlich machte. Diese unheilbare Erkrankung führt zu motorischen Störungen, die im Endstadium ein normales Leben unmöglich machen.

«Am Anfang war es schwer zu akzeptieren», gab Chili auf WorldSBK.com zu. «Ich versuche, die Krankheit mit Pillen und Medikamenten unter Kontrolle zu behalten. Ich habe weniger Energie, mental bin ich aber aktiv, damit ich beschäftigt bin.»

So hält sich Chili, der in Rimini mit seiner Familie zwei Badestrände betreibt und Gästezimmer vermietet, hinsichtlich der Superbike-WM auf dem aktuellem Stand.

«Die Superbike-WM macht mir langsam wieder Spaß – denn ich sehe einige aufstrebende italienische Fahrer, vor allem Michael Ruben Rinaldi», sagte der 17-fache Laufsieger. «Ich kenne ihn aus der italienischen Moto3-Serie, wo er sehr fokussiert war. Jetzt ist für ihn die Zeit gekommen, den letzten Schritt zu machen und weitere Rennen zu gewinnen. Im Werksteam kann der Druck immens sein. Er braucht ein gutes Gefühl mit dem Team, dann werden wir sehen.»

Sein Geld würde Chili jedoch auf einen anderen Fahrer wetten.

«Jonathan Rea ist unglaublich. Vor zwei Jahren hat er im Kampf gegen Bautista allen gezeigt, dass er nicht aufgibt. Er schuftete auf und neben der Rennstrecke unermüdlich und gewann den WM-Titel. Einen wie ihn habe ich in meiner Karriere nie zuvor gesehen. Für mich kann sich Johnny nur selber schlagen. Scott Redding hat auch eine starke Mentalität und viel Speed, aber wenn ich wetten würde, würde ich mein Geld auf Johnny setzen.»

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