Honda-Manager: «Sollten das Image nicht wegwerfen»

Von Gordon Ritchie
Haslam (91) gegen Redding (45), Bautista (19) und Rinaldi (21)

Haslam (91) gegen Redding (45), Bautista (19) und Rinaldi (21)

Die aktuelle CBR1000RR-R ist das radikalste Superbike aus dem Hause Honda aller Zeiten. Bei der Entwicklung wurde tief in die Trickkiste der MotoGP-Klasse gegriffen.

Obwohl die Saison 2020 wegen Corona aus vielerlei Sicht keine normale war, konnte Honda mit der neuen Fireblade Eindruck hinterlassen. Und obgleich beinahe das ganze Testprogramm den behördlichen Bestimmungen im Kampf gegen die Lungenkrankheit geopfert werden musste, eroberte Alvaro Bautista mit dem neuen Motorrad in Aragon als Dritter den ersten Podestplatz. Im Sprintrennen in Barcelona hätte er sogar gewinnen können, stürzte aber in Führung liegend.

Tetsuhiru Kuwata ist General Manager für die Renneinsätze der Honda Racing Corporation. Der Japaner verriet gegenüber SPEEDWEEK.com, wie stark die Entwicklung der aktuellen Fireblade vom Racing-Gedanken getrieben wurde.

Kuwata-San, frühere Modelle der CBR1000RR waren mehr auf den Alltag auf der Straße, als für den Einsatz auf der Rennstrecke konzipiert. Warum wird mit der «Triple-R» eine andere Philosophie verfolgt?

Die Superbike-WM ist stark reglementiert, man kann nicht mehr so viele Modifikationen an den Motorrädern machen wie früher. Wenn wir ein Serienmotorrad in der Superbike-WM einsetzen wollen, muss schon dieses Serienmotorrad ein hohes Racing-Potenzial aufweisen. Vor diesem Problem stehen alle Hersteller, und es erhöht das Rennstrecken-Potenzial der Serienmaschinen. Wir bauen die Fireblade seit vielen Jahren, sie ist das sportliche Flaggschiff in Hondas Modellreihe. Wir haben ein sehr gutes Image, das wir über die Jahre kontinuierlich aufgebaut haben. Meine persönliche Meinung ist: Das sollten wir nicht einfach wegwerfen. Darum haben wir uns entschieden, eine High-Performance-Fireblade zu bauen.

Aber es ist nach wie vor ein Straßenmotorrad.

Wir haben die 2020er-Fireblade nach dem Leitsatz «born to race» gebaut. Das heißt, wir haben den Fokus vom Straßeneinsatz zum Rennsport verschoben und das in dem Maße, dass ich die Fireblade SP als Production-Racer bezeichnen würde. Viele technische Lösungen aus dem MotoGP-Sport wurden dabei in die Serie übernommen.

HRC machte bis 2019 einen Bogen um die Superbike-WM: Warum der Sinneswandel? Neben MotoGP und Suzuka ist das Hondas einziges Rennsport-Engagement onroad.

Das ist eine Weltmeisterschaft, eine Weltmeisterschaft für Serienmaschinen. Die britische Superbike-Serie ist eine nationale Rennserie. Die Serie mit dem höchsten Level ist nach unserer Einschätzung die Superbike-WM, und auch andere Hersteller konzentrieren sich auf diese Serie. Wenn wir die Leistungsfähigkeit der Fireblade demonstrieren wollen, müssen wir uns in der höchsten Kategorie beweisen. So entschieden wir uns, in der Superbike-WM anzutreten.

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