Assen, Lauf 2: Eugene Laverty gewinnt den Krimi

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Eugene Laverty: Zweiter Laufsieg 2013

Eugene Laverty: Zweiter Laufsieg 2013

Den ersten Superbike-WM-Lauf in Assen dominierte Tom Sykes nach Belieben. Im zweiten Rennen bot ihm aber Eugene Laverty erfolgreich die Stirn.

Das Duell Kawasaki gegen Aprilia bestimmte den zweiten Lauf im niederländischen Assen. Tom Sykes (GB/Kawasaki) rang mit Eugene Laverty (IRL/Aprilia) rundenlang um den Sieg. Sein Kawasaki-Teamkollege Loris Baz (F) wollte Platz 3 gegen WM-Leader Sylvain Guintoli (F/Aprilia) verteidigen. Am Ende musste sich der Kawasaki-Star mit nur 89/1000 sec dem nordirischen Aprilia-Piloten beugen, dafür sorgte Loris Baz für doppelte Podestfreude bei den Grünen.



Nachdem Marco Melandri den ersten Lauf wegen eines Kettenrisses in der Aufwärmrunde verpasste, brachte der BMW-Pilot auch im zweiten Rennen nicht viel mehr zusammen. Platz 8 ist für den erfolgsverwöhnten Italiener eine herbe Enttäuschung. Auch sein Teamkollege Chaz Davies (GB), gefeierter Doppelsieger in Aragón, hatte sich mehr als nur Platz 5 erhofft.

Auch die Hoffnungen von Ducati auf zwei versöhnliche Rennen haben sich nicht erfüllt. Carlos Checa (E/10.) und seine beiden Markenkollegen Ayrton Badovini (I/11.) und Max Neukirchner blieben ihren Platzierungen blass.

Erfreulich dagegen die Darbietungen von Leon Camier: Der Suzuki-Pilot kämpfte gegen den Schmerz (Knieverletzung) und erhielt dafür zwei Top-10-Platzierungen als Lohn.


So lief das Rennen:

Start:
Sykes (Kawasaki) erwischte pefekten Start und biegt vor Laverty (Aprilia), Rea (Honda), Baz (Kawasaki), Melandri (BMW), Giugliano (Aprilia) und Guintoli (Aprilia) zuerst ein. Neukirchner (Ducati) nur auf 15.

Runde 1: Giugliano kauft Melandri den Schneid ab und kommt als Fünfter aus der ersten Runde.

Runde 2: Der Althea-Pilot weiter auf dem Vormarsch. Er überholt Baz und attackiert sofort Rea auf P3.

Runde 3:  Sykes und Laverty setzen sich leicht ab und führen um 1,6 sec. Neuer Dritter ist Giugliano vor Rea, Baz, Melandri und Guintoli. Neukirchner auf 14.

Runde 5: Vorne weiterhin Sykes und Laverty, P3 und P8 trennen nur zwei Sekunden. Jules Cluel (Suzuki) auf P9 schon mit 7 sec Rückstand.

Runde 6: Das Feuerwerk von Davide Giugliano ist erloschen – der Aprilia-Pilot fliegt in aussichtsreicher Position ab. Sein Bike zieht eine Flammenspur hinter sich her. Rea erbt Platz 3 und hat Baz im Nacken. Mit einer Sekunde Abstand folgt Guintoli, Chaz Davies (BMW) und Melandri.

Runde 8: Nur Sykes und Laverty an der Spitze fahren 1:36er Zeiten. Der Nordire entschied sich für einen anderen Hinterreifen – offensichtlich eine gute Wahl. Guintoli und Davies haben gemeinsam zu Rea und Baz aufgeholt. Cluzel, Leon Camier (Suzuki), Michel Fabrizio (Aprilia) und Carlos Checa (Ducati) raufen um P7.

Runde 9: Baz presst sich an Rea vorbei – der Honda-Pilot hatte sich rundenlang breit wie Lkw gemacht. Max Neukirchner auf P13.

Runde 10: Rea verliert eine weitere Position an Sylvain Guintoli. BMW-Pilot Davies kann den Speed dieser Gruppe nur mit Mühe mitgehen. Bei Marco Melandri läuft es gar nicht – der Italiener liegt nur auf P11.

Runde 14: Sykes und Laverty sind ihren Verfolgern um 5,2 sec enteilt. Baz, Guintoli, Rea und Davies kämpfen weiterhin im den letzten Podiumsplatz.

Runde 15: Melandri überholt Dank BMW-Power endlich Ducati-Pilot Carlos Checa. Von einem Lichtblick möchte man angesichts Rang 10 aber nicht sprechen. Checa, Badovini und Neukirchner liegen nun einträchtig auf den Positionen 11 bis 13.

Runde 16: Suzuki-Pilot Jules Cluzel neben der Piste – das Rennen ist für den Rookie beendet.

Runde 17: Laverty belauert Sykes wie ein Schatten – und wirkt entspannt. Die Rundenzeiten von Sykes sind auch deutlich langsamer als im ersten Rennen. Baz und Rea überumpeln Guintoli. Der WM-Leader nur noch Fünfter.

Runde 19: Führungswechsel – Laverty überholt Sykes aus dem Windschatten und zieht sofort das Tempo an. Auch Guintoli hat sich wieder hinter Baz positioniert und erhöht den Druck.

Runde 20: Der Franzose hat die Rechnung ohne Rea gemacht – der Honda-Pilot presst sich Eingangs der Schikane vorbei. Eine äußerst knappe Aktion des Briten.

Runde 22 (letzte Runde): Um 0,1 sec getrennt gehen Laverty und Sykes in die letzte Runde. Beide sind am Limit, aber Laverty behält die Ruhe und holt nach Phillip Island seinen zweiten Laufsieg der Saison. Sykes und Baz steigen zum Aprilia-Pilot aufs Podium, Rea auf P4. Guintoli verliert in der letzten Runde noch P5 an Chaz Davies. Der tapfere Leon Camier wird Siebter. Checa bester Ducati-Pilot auf P10, Neukirchner wird Zwölfter.

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