Sylvain Guintoli: «Ich habe das Zeug zum Weltmeister»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In 27 Superbike-WM-Läufen stand Sylvain Guintoli dieses Jahr 14 Mal auf dem Podest. Der WM-Dritte weiß, was ihm zum Champion fehlt.

Weltmeister Tom Sykes (Kawasaki) und Vize Eugene Laverty (Aprilia) haben in dieser Saison nur 23 und 45 Punkte mehr erobert als der WM-Dritte Sylvain Guintoli. Beide gewannen jeweils neun Rennen, Guintoli nur eins. «Ich habe das Zeug zum Weltmeister», ist der 31-Jährige trotzdem überzeugt. «Dafür muss ich aber wahrscheinlich mehr Rennen gewinnen. Das wird der nächste Schritt für mich. Ich fahren schon lange Rennen, habe aber noch nie um einen Titel gekämpft. Vor dieser Saison habe ich nicht mal um Siege gekämpft, außer im Regen. Dieses Jahr hatten wir kaum ein Regenrennen.»

Guintoli wird 2014 weiterhin im Aprilia-Werksteam fahren, dann an der Seite von Marco Melandri. Offiziell wird das Team innerhalb der nächsten Woche vorgestellt. Den Abgang von Rennchef Gigi Dall’Igna zu Ducati sieht der Franzose ganz nüchtern: «Wenn Schlüsselpersonen gehen, muss man sich darauf einstellen und damit klarkommen. Es geht trotzdem weiter. Ich habe ihm viel zu verdanken. Er hat mich ins Team geholt. Und er hat seinen Job bei Aprilia wirklich hervorragend erledigt.»

Guintoli hat sich in dieser Saison nur einen großen Fehler erlaubt: Er verletzte sich bei einem Sturz mit dem Fahrrad an der Schulter. «Ich hake das unter Lebenserfahrung ab», meinte er zu SPEEDWEEK.com. «In Zukunft darf ich nicht mehr so viel Mountainbike fahren.» Seit den Rennen in Moskau Ende Juli fuhr der vierfache Laufsieger gehandicapt, auch beim Saisonfinale in Jerez, wo er die Ränge 4 und 3 belegte: «Ich wollte angreifen, meine Schulter spielte ab Rennmitte aber nicht mehr mit. Ich wurde immer müder und fuhr nicht mehr ganz auf der Höhe.»

Das war auch der Grund, dass Guintoli auf den Jerez-Test letzte Woche verzichtete: «Meine Schulter muss sich erholen. Nach einem Rennen ist sie immer entzündet, sie braucht Ruhe. Ich muss das diesen Winter in den Griff bekommen.»

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