Iker Lecuona: Ducati-Stil erinnert ihn an das MotoGP-Bike
Ducati-Neuzugang Iker Lecuona spricht mit SPEEDWEEK.com über eine verregnete Wintertestphase, den Umstieg von Honda auf Ducati und den von der Panigale V4R geforderten sanfteren Fahrstil.
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Die Saisonvorbereitung von Iker Lecuona auf die Superbike-WM 2026 hätte kaum komplizierter verlaufen können. Nach seinem Wechsel von Honda zu Ducati blieb dem Spanier nur wenig Gelegenheit, die neue Panigale V4R unter trockenen Bedingungen kennenzulernen. Bei den Januar-Tests in Jerez als auch in Portimao bestimmte schlechtes Wetter das Geschehen.
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Lediglich ein rund zweistündiges Zeitfenster in Jerez erlaubte Fahrten auf trockener Strecke – keine ideale Ausgangslage, wenn in drei Wochen bereits der Saisonauftakt in Australien ansteht. Portimao laut Iker Lecuona der bisher «schlimmste Wintertest» Lecuona traf sich in Portimao SPEEDWEEK.com und schilderte die außergewöhnlich schwierigen Umstände: «Ja, ich glaube, es war einer der schlimmsten Wintertests, den wir je hatten. Im schlechtesten Fall hatten wir früher wenigstens einen ganzen trockenen Tag, um das Motorrad abzustimmen. Dieses Mal war es nur Regen, nur Sturm, insgesamt eine Katastrophe.»
Im Gegensatz zu vielen anderen Teams ging Ducati beim eigens organisierten Test in Portimao immerhin am zweiten Tag auf die Strecke, um im Nassen einige Erfahrungen zu sammeln. «Ich wollte ich unbedingt fahren – und auch das Team wollte fahren, weil für mich alles neu ist: der Crew-Chief ist neu, das Motorrad ist neu für alle. Ich brauche einfach Runden, um zu lernen.»
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Fahrstil: Ist Lecuonas aggressiver Stil Geschichte? Trotz der widrigen Bedingungen zog der Ducati-Neuzugang ein positives Fazit. Besonders die Zusammenarbeit im Team stimmt ihn optimistisch: «Ich bin wirklich glücklich mit der Arbeit, mit meinem Crewchief und mit dem Motorrad. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, ehrlich gesagt, auch auf einer sehr schwierigen Strecke und unter diesen Bedingungen. Es war extrem rutschig an manchen Stellen. Aber wir mögen das Gesamtgefühl. Wir haben eine gute Basis auf Strecken mit wenig Grip wie hier gefunden und auch in Jerez mit mehr Grip. Insgesamt bin ich zufrieden.»
Der Wechsel von Honda zur Ducati bedeutet für Lecuona jedoch einen tiefgreifenden Umbruch. Auf die Frage nach den Unterschieden zwischen den beiden Motorrädern antwortete er deutlich: «Alles hat sich geändert, ehrlich gesagt. Das Gefühl war komplett anders, als ich das erste Mal aufgestiegen bin. Dieses Motorrad muss man sanfter fahren. Ich muss flüssige fahren, ruhiger sein. Ich versuche, das Motorrad nicht zu überfahren – und das hat insgesamt gut funktioniert.»
Bei der Anpassung des Fahrstils erkennt Lecuona gewisse Parallelen zu einem MotoGP-Bike, vor allem durch Aerodynamik, Leistung und Elektronik. Sein in der Vergangenheit sehr aggressiver Fahrstil könnte der Vergangenheit angehören, da das Ducati-Superbike eher sanfte Impulse verlangt. «Ich bin letztes Jahr kein MotoGP-Bike gefahren, und dort hat sich durch die Aerodynamik sehr viel verändert. Aber klar ist: Die Art, wie ich dieses Motorrad fahren muss, ist komplett anders als bei der Honda. Vielleicht ein bisschen näher an der MotoGP. Ich muss besser mit der Aerodynamik, mit der Power und mit der Elektronik im Einklang sein. Das funktioniert auf diesem Bike sehr gut. Aber ich muss noch viel lernen.»
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