Yamaha Austria: Dorna wartet bis zur letzten Minute

Von Helmut Ohner
Superbike-WM
Auch nach der Trennung von Broc Parkes will Mandy Kainz an den Plänen festhalten, mit seinem Team Yamaha Austria 2014 einige Rennen zur Superbike-Weltmeisterschaft zu bestreiten.

Der überraschende Abgang von Broc Parkes zu PBM Aprilia in die MotoGP-WM war für das Yamaha Austria Racing Team ein herber Rückschlag, war doch die gesamte Planung auf den 32-jährigen Australier ausgerichtet. «Einerseits bin ich natürlich enttäuscht, dass wir Broc verlieren, andererseits bin ich auch ein wenig stolz, dass seine Leistungen in unserem Team nicht unbemerkt blieben. Er hat mir die mündliche Zusicherung für die Saison 2014 gegeben, aber ich wollte ihm diese Chance nicht zunichte machen. So ein Angebot kann man als Rennfahrer in seinem Alter nicht ausschlagen. Ich wünsche ihm alles Gute», erzählt Teamchef Mandy Kainz gegenüber SPEEDWEEK.com.

Bei der Suche nach einem würdigen Ersatz für Parkes wurde Kainz beim Australier Joshua Brookes fündig. «Neben der Britischen Meisterschaft für Milwaukee Yamaha könnte Josh für uns einige Wildcard-Einsätze in der Superbike-Weltmeisterschaft bestreiten. Abgesehen von einem Start auf Phillip Island, der vor allem wegen Brookes interessant wäre, haben wir Imola, Misano und Aragón, aber auch Magny-Cours ins Auge gefasst. Für das Rennen in Australien wird aber langsam die Zeit knapp. Bis jetzt ist uns die Dorna die Antwort schuldig geblieben, ob sie die Kosten für die Flugtickets, die Fracht sowie die Gebühr für die Reifen übernehmen will. Wenn nicht in den nächsten Tagen das Okay aus Spanien kommt, ist unser Antreten auf Phillip Island erledigt», so der Steirer.

Für eine weitere Saison in der Endurance-Weltmeisterschaft scheint die Fahrerfrage geklärt. «Wir schöpfen aus einem Fahrerpool, bestehend aus dem australischen Nachwuchstalent Rick Olson, das uns Broc Parkes empfohlen hat, dem erfahrenen Slowenen Igor Jerman, dem Südafrikaner Sheridan Morais, dem Briten Tommy Bridewell sowie dem Japaner Katsuyuki Nakasuga für das Rennen in Suzuka

Während Monster Energy als Hauptsponsor an Bord bleibt, gibt es beim Reifenausrüster eine Änderung. Kainz: «Im Hinblick auf unser Engagement in der Superbike-WM, wo Pirelli der Alleinausrüster ist, haben wir uns entschlossen, zum italienischen Reifenhersteller zu wechseln.»

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