Assen, 2. Lauf: Viel Chaos, Rea siegt für Honda

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Jonathan Rea stand bereits im ersten Rennen auf dem Podium

Jonathan Rea stand bereits im ersten Rennen auf dem Podium

Was für eine Schlacht – eine Wasserschlacht. Der zweite Superbike-Lauf in Assen war nichts war wasserscheue Rennfahrer. Jonathan Rea (Honda) gewinnt in Assen vor Alex Lowes (Suzuki) und Davide Giugliano (Ducati).

Weil auf der Einrollrunde die ersten Regentropfen aus den beängstigend dunklen Wolken über Assen fielen, wurde die erste Startprozedur abgebrochen. Die Rennleitung entschied auf ein Regenrennen mit 15 Runden (statt 21). Eine weise Entscheidung: Zum Neustart regnete es heftig, Regenreifen waren Pflicht. Doch schon nach der dritten Runde wurde das Rennen abgebrochen, die Bedingungen waren zu gefährlich.

Nach einer Unterbrechung von fast zwei Stunde ging es endlich weiter. Nicht am Start war Christian Iddon, der mit seiner Bimota BB3 im ersten Rennen stürzte.

Schon auf der Einrollrunde wurde offensichtlich, dass der zweite Lauf kein Zuckerschlecken sein würde. Die Gischt machte die Sichtverhältnisse schwierig, vom rutschigen Asphalt einmal abgesehen.

Viele Piloten stürzten oder mussten zumindest durch Kiesbett räubern. Fehlerfrei blieb Jonathan Rea, der für Honda den ersten Sieg seit Silverstone 2013 manifestierte. Auch Alex Lowes (P2/Suzuki) und Davide Giugliano (P3/Ducati) zeigten im Nassen eine eindrucksvolle Performance.

Schwierigkeiten hatten dagegen die Kawasaki-Piloten. Weltmeister Tom Sykes profitierte von Fehlern der beiden Aprilia-Piloten Sylvain Guintoli (Sturz) und Marco Melandri (Kiesbett) und bekam als Vierter stolze 13 sec aufgebrummt.

Auf den weiteren Positionen: Haslam, Melandri, Baz, Davies, Guintoli, Canepa (Evo).

Unter den Sturzopfern waren unter anderem Eugene Laverty (Suzuki), Toni Eilas (Aprilia), Guintoli, Claudio Corti (MV) und Leon Camier (BMW).

So lief das Rennen:

Start: Sykes erwischt den besten Start geht vor Rea Guintoli und Baz in die erste Kurve. Rea übernimmt die Führung auch Guintoli und Melandri gehen an Sykes vorbei.

Runde 1: Rea kommt mit 0,7 sec Vorsprung aus der ersten Runde dann Guintoli, Sykes, Melandri, Giugliano, Lowes, Elias, Davies, Baz, Haslam

Runde 2: Das Feld sortiert sich.

Runde 3: Sturz von Guintoli beim Versuch, Jonathan Rea einzuholen. Aber der Franzose rappelt sich auf und setzt das Rennen fort. Rea führt jetzt um 4,6 sec vor Sykes und Melandri. Aber Lowes holt in Riesenschritten auf. Sturz von Elias.

Runde 4: Rea einsam vorweg, der Honda-Pilot fährt eine Sekunde schneller als der Rest. Lowes hat zu Sykes und Melandri aufgeschlossen. Mit dem Aprilia-Pilot macht er kurzen Prozess – vor der Schikane ist Sykes dran!

Runde 5: Sykes in Schwierigkeiten. Der Weltmeister wird auch von Melandri überholt. Auch Giugliano klopft bereits an. Sturz von Andreozzi.

Runde 6: Lowes jetzt der schnellste Mann auf der Strecke, aber Rea hat noch 4,3 sec Vorsprung. Melandri Dritter, Giugliano an Sykes vorbei auf P4. Sykes jetzt Fünfter vor seinen Teamkollegen Baz. Giugliano vorbei an Melandri

Runde 7: Sturz von Corti auf P9. Wo sind die Evos? Erst auf P10 ist Leon Camier mit der BMW platziert, aber auch der Brite stürzt.

Runde 8: Rea kontrolliert das Rennen, Lowes und Giugloano holen auf, aber zu langsam für die kurze Renndauer. Haslam (P6) überholt Baz (P7). Laverty stürzt auch im zweiten Rennen.

Runde 9: Melandri mit der schnellsten Rennrunde. Der Aprilia-Pilot will P3 von Davide Giugliano zurück. Der gestürzte Guintoli ist wieder in den Top-10.

Runde 10: Rea gewinnt souverän, Lowes und Giugliano auf dem Podium. Melandri fällt nach einem Fehler hinter Sykes und Haslam zurück.

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