Marco Melandri 2014: Schwacher Start, starkes Finale

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Aprilia-Ass Marco Melandri räumte im letzten Saisondrittel die meisten Siege ab

Aprilia-Ass Marco Melandri räumte im letzten Saisondrittel die meisten Siege ab

Marco Melandri (Aprilia) erlebte in der Superbike-WM eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Die Umstellung von BMW auf Aprilia trug ihren Teil dazu bei.

Nach dem werkseitigen Rückzug von BMW aus der Superbike-WM wechselte Marco Melandri zu Aprilia, um dort das Erbe von Max Biaggi anzutreten und den Weltmeistertitel zurück nach Italien zu holen. Die Saison 2014 begann mit einem zweiten Platz auf Phillip Island vielversprechend. In Lauf 2 im Motorland Aragon schaffte er mit Rang 3 noch einmal den Sprung aufs Podium.

Doch anschliessend verirrte sich der 250-ccm-Weltmeister von 2002 in Abstimmungsproblemen der Aprilia RSV4. In den ersten fünf Events schlug er sich unter seinem Wert. Bitterer Höhepunkt: Donington Park im zweiten Rennen als ihn Alex Lowes ins Aus beförderte.

Danach folgte eine Vorstellung erster Güte in Sepang. Dem Doppel-Sieg in Malaysia folgten zwei dritte Ränge beim Meeting in Misano. In Portimão wurde er von seinem Teamkollgen Sylvain Guintoli abgeräumt, während sie sich um Platz 3 zankten. Obwohl der 32-jährige Italiener in Portugal sehr stark war, sprangen am Ende nur dreizehn Punkte heraus.

In Laguna Seca durfte der Aprilia-Pilot einen weiteren Sieg feiern, ehe er in einem schwierigen zweiten Durchgang erneut stürzte. Die Meetings in Jerez und Magny-Cours waren bis auf einen kleinen Schönheitsfehler in Frankreich ganz klar «Melandris-Land» – drei Siege einmal Zweiter.

Auch in der WM-Entscheidung schien Melandri noch einmal das Zünglein an der Waage zu sein. Sein Siegeszug, welchem Guintoli nichts entgegen zu setzen hatte, verhinderte ein zügigeres Aufholen auf den Weltmeister von 2013 Tom Sykes (Kawasaki). In Magny-Cours ließ er den Franzosen ziehen und folglich gewinnen, was fünf Punkte mehr für den WM-Kampf bedeutete.

Melandri hält insgesamt bei 333 WM-Zählern. Durch die schwache Vorstellung beim Finale in Katar wurde er von Jonathan Rea (Honda) noch auf Gesamt-Rang 4 verwiesen – Um einen Punkt; Final fehlen 83 auf Weltmeister Sylvain Guintoli.

Hätte sich die Startnummer 33 zu Beginn seines Aprilia-Abenteuers schneller auf die Gegebenheiten eingestellt und wären die beiden unverschuldeten Ausfälle nicht gewesen, so würde die WM-Wertung womöglich ganz anders aussehen. Eine weitere Chance, sich den WM-Titel der Superbikes zu schnappen, wird Melandri 2015 nicht haben. Er ist mit Aprilia in die MotoGP-WM zurückgekehrt.

Veranstaltungen Rennen 1 Rennen 2
Phillip Island 2 8
Motorland Aragòn 11 3
Assen 6 6
Imola 6 11
Donington Park 4 Sturz/ abgeräumt
Sepang 1 1
Misano 3 3
Portimão 4 Sturz / abgeräumt
Laguna Seca 1 Sturz
Jerez 1 1
Magny-Cours 2 1
Doha 8 4

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