Erst vier Teststage: Wie stark ist Milwaukee-BMW?

Von Kay Hettich
Karel Abraham in Jerez de la Frontera

Karel Abraham in Jerez de la Frontera

Das britische Milwaukee-Team steigt 2016 mit BMW in die Superbike-WM auf. Trotz weniger Testfahrten sieht sich das BMW-Team in einer guten Position.

Hinter dem Milwaukee-Team steht Shaun Muir Racing (SMR). Der Rennstall wurde im Jahr 2002 vom ehemaligen Superbike-Piloten Shaun Muir gegründet. Ab der Saison 2004 fuhr das Team in der 'British Superbike Championship', in der es 2011 mit Tommy Hill und 2015 mit Joshua Brookes die hochkarätige Meisterschaft gewann. Für den Aufstieg in die Superbike-WM wechselte Milwaukee von Yamaha zu BMW, Fahrer sind Brookes sowie der ehemalige MotoGP-Pilot Karel Abraham.

Die bisherigen Testfahrten standen unter keinem guten Stern. Sowohl in Jerez de la Frontera als auch Aragón wurde der mögliche Testbetrieb durch schlechtes Wetter eingeschränkt. Die Milwaukee-Piloten nutzten tapfer als eine der wenigen Superbike-Asse auch die nasse Piste, um sich mit ihren Bikes vertraut zu machen.

«Wir konnten nicht wirklich auf Zeitenjagd gehen, aber wir konnten uns mit der Fahrwerksabstimmung beschäftigen und unsere Piloten konnten sich auf die BMW einschiessen», sagt Teamkoordinator Mick Shanley nach dem Aragón-Test vergangener Woche. «Wir haben die neue Vorderradgabel getestet und gute Fortschritte mit der Elektronik gemacht, die wir seit Jerez deutlich verbessert haben.»

Shanley ist überzeugt, Abraham und Brookes werden trotz weniger Runden im Renntrimm überzeugen. «Unsere Kostanz ist gut, und genau das war unser Ziel», ergänzt der Brite. «Vom einem kleinen Problem am Bike von Karel einmal abgesehen sind wir zufrieden, wie die Bikes arbeiten. Auf Phillip Island werden wir unseren letzten Wintertest vor unserem Debüt in der Superbike-WM fahren. Das ganz Team ist aufgeregt zu zeigen, was wir leisten können!»

Übrigens: Milwaukee BMW probierte in Aragón eine neue Schwinge von Suter aus.

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