Exklusiv: Monza-Absage – wo stattdessen gefahren wird

Von Ivo Schützbach
Der für 22. bis 24. Juli 2016 geplante Superbike-WM-Event in Monza wird nicht stattfinden, der geforderte Rennstreckenumbau ist unerledigt. Im königlichen Park wird frühestens 2017 gefahren.

Monza hatte einen bis einschließlich 2014 laufenden Vertrag für die Superbike-WM, dieser war aber an die gültige FIM-Homologation geknüpft. Diese gab es nach der Saison 2013 nicht mehr, denn Monza ist nicht nur eine der ältesten Rennstrecken, auch unter Sicherheitsaspekten ist sie ein Dinosaurier.

Der Rennstreckenbetreiber hat sich auf die Fahne geschrieben das zu ändern, doch bis heute ist nichts geschehen. Problematisch im «Parco di Monza»: Jede Änderung an der Rennstrecke, wie etwa größere Sturzräume, hat Auswirkungen auf das Naherholungsgebiet. Mit 688 Hektar ist der königliche Park übrigens der viertgrößte von einer Mauer umfriedete Park in Europa.

Die lokalen Behörden haben es mit der Genehmigung nicht eilig.

Der für 22. bis 24. Juli 2016 geplante Superbike-WM-Event in Monza wird deshalb nicht stattfinden, wie Dorna-Manager Daniel Carrera im Exklusivinterview mit SPEEDWEEK.com bestätigte. «Wir haben das noch nicht offiziell gemacht, weil wir mit Monza über einen neuen Vertrag reden der vorsieht, das Rennen auf 2017 zu verschieben. Es gilt Voraussetzungen zu schaffen, dass wir nicht gleich enden wie dieses Jahr.»

Vallelunga als Ersatzrennen unpassend

Trotz der Monza-Absage wird es dieses Jahr wie geplant 14 Events geben, «wir arbeiten an einem Ersatzrennen», verriet Carrera. «Sicher ist, dass wir nicht auf die offizielle Ersatzstrecke Vallelunga ausweichen. Für sie ist der Termin unpassend und es ist auch vertraglich vereinbart, dass sie einige Änderungen an der Rennstrecke vornehmen müssen, bevor sie einen WM-Event ausrichten können. Weil das Fahrerlager zu klein ist, können in Vallelunga auch nicht alle unsere Kategorien starten. Wir werden den Ersatzaustragungsort vor dem Europaauftakt in Aragón bekanntgeben.»

Wie SPEEDWEEK.com erfuhr, stehen Verhandlungen mit der Rennstrecke in Estoril bei Lissabon in Portugal kurz vor dem Abschluss. Dort gab es letztmals 2012 ein MotoGP-Rennen, dieses wurde dann aber für den lokalen Promoter wegen des Zuschauerschwunds untragbar. Außerdem brauchte WM-Vermarkter Dorna damals Platz im Kalender für die neue Rennen in Las Termas/Argentinien und Austin/Texas. Deshalb wurde nach 2013 auch Laguna Seca gestrichen.

Für die Superbike-WM ist ein Rennen in Portugal interessant. Die letzten Jahre wurde in Portimao an der Algarve gefahren. Die dortigen Rennstreckenbetreiber steckten aber in finanziellen Schwierigkeiten; dem Vernehmen nach sind bis heute nicht alle Verbindlichkeiten bei der Dorna beglichen. Deshalb flog Portimao aus dem Kalender.

Der Termin steht noch nicht fest, der Event in Estoril wird aber sicher zwischen Laguna Seca (9./10. Juli) und Lausitzring (17./18. September) stattfinden.

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