Imola, Superpole: Davies auf Pole, Drama um Guintoli

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Chaz Davies: Neuer Polerekord in Imola!

Chaz Davies: Neuer Polerekord in Imola!

Die Superpole der Superbike-WM in Imola war von einem schweren Unfall von Yamaha-Pilot Sylvain Guintoli überschattet. Poleposition holte Ducati-Star Chaz Davies vor seinem Teamkollegen Davide Giugliano.

Still und friedlich war es am Samstagmorgen in Imola. Die Sonne sorgte für angenehme 18 Grad, nur ein leichter Wind kitzelte die Haut. Eigentlich beste Vorraussetzungen für eine spannende Superpole der Superbike-WM, doch es endete in einem Drama.

Nach etwa fünf Minuten der Superpole 2 kam es zum verhängnisvollen Sturz von Sylvain Guintoli. Der Yamaha-Pilot flog beim Herausbeschleunigen aus der 'curva acque minerali' per Highsider von seinem Motorrad, wurde hoch in die Luft katapultiert und schlug mit voller Wucht auf dem Rücken auf. Minutenlang wurde der Franzose, der offensichtlich ohne Bewusststein war, auf der Strecke liegend betreut.

Informationen zu seinem Gesundheitszustand sind noch nicht bekannt.

Als die Session fortgesetzt wurde, eroberte erwartungsgemäß Ducati-Pilot Chaz Davies mit neuem Rundenrekord die Poleposition. Überraschend war die zweitbeste Zeit durch seinen Aruba.it-Teamkollegen Davide Giugliano, der noch am Freitag große Probleme hatte. Startplatz 3 sicherte sich Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki).

Für Aprilia erfreulich: Startplatz 5 durch Lorenzo Savadori!

Bester BMW-Pilot wurde Jordi Torres auf Startplatz 6, sein Althea Teamkollege Markus Reiterberger erreichte die achte Position.

Eine Art Schadensbegrenzung erreichten die Honda-Piloten mit Startplatz 9 für Nicky Hayden und 11 für Michael van der Mark.

Dominic Schmitter geht von der 18. Position in Rennen.

So lief die Superpole

Superpole 1:

Nach Stürzen nicht mehr dabei sind Roman Ramos (Handbruch) und Lucas Mahias (Wirbelbrüche).

Als Favorit für ein Ticket in die Superpole 2 war ganz klar Alex Lowes mit der Pata Yamaha, für das zweite Ticket bewarben sich die Honda-Asse Michael van der Mark und Nicky Hayden. Im dritten Training erreichten sie die Plätze 11 (Hayden) und 12 (VdM).

Die erste Bestzeit brannte aber Ducati-Pilot Xavi Fores in den Asphalt, dahinter folgten van der Mark und Hayden mit einem bedenklichen Rückstand von 0,7 sec!

Alex Lowes griff erst nach zehn Minuten ins Geschehen ein und verwendete daher sofort einen Qualifyer-Reifen. Doch auch der Yamaha-Pilot erreichte die Dores-Zeit nicht und reihte sich mit 1.48,985 min sogar noch hinter van der Mark als Dritter ein.

Mit dem zweiten Bike quetschte Hayden zwei Minuten vor dem Eine in 1.47,757 min eine neue Bestzeit aus seiner Honda.

Die letzten Minuten waren extrem spannend. Mit Josh Brookes (BMW), van der Mark (Honda), Fores (Ducati) und Alex Lowes (Yamaha) waren vier Piloten auf einem Niveau unterwegs und legten Sektorbestzeiten vor. Auf dem letzten Drücker gelang van der Mark eine perfekte Runde und gewann in 1.47,602 min vor seinem Honda-Teamkollegen die Superpole 1.

Superpole 2:

Ergänzt um van der Mark und Hayden gingen die Top-10 der Qualifyings in die alles entscheidende Superpole 2. Der Polerekord stammt aus 2013 von Tom Sykes (Kawasaki) in 1.45,981 min.

Favorit Chaz Davies, der alle Imola-Trainings für sich entschied, nahm seine erste schnelle Runde als Letzter in Angriff und übernahm erwartungsgemäß in 1.46,831 min vor Davide Giugliano (Ducati) und Tom Sykes die Führung. Der erste Run wurde allerdings noch mit Rennreifen gefahren!

Dann wurde die Session nach einem schweren Sturz von Sylvain Guintoli abgebrochen. Um 11.12 Uhr wurde die Superpole 2 für noch 9.30 min fortgesetzt – das sportliche Geschehen rutschte durch den Guintoli-Vorfall deutlich in den Hintergrund, doch die Superbike-Asse erledigten ihren Job.

Mit Qualifyer-Reifen fuhr Davide Giugliano in 1.46,055 min eine neue Bestzeit heraus, sein Teamkollege Chaz Davies legte wenig später in 1.45,598 min die erste Zeit unter 1.46er an diesem Wochenende vor. Gleichzeitig ein neuer Polerekord!

An die Zeiten der Aruba.it Ducati-Piloten kamen selbst Jonathan Rea und Tom Sykes nicht heraus. Während Rea die erste Reihe als Dritter komplettiert, wird Sykes von Platz 4 aus der zweiten Reihe in die Rennen starten.

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