Marco Melandri (Ducati): «Besser als mein erstes Mal»

Von Peter Fuchs
Superbike-WM
Marco Melandri

Marco Melandri

2017 fährt Marco Melandri im Ducati-Werksteam Superbike-WM, der Italiener zieht schon jetzt jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Genau das hat sich Hauptsponsor Aruba gewünscht.

Marco Melandri testete diese Woche drei Tage in Misano. Mit der Ducati 1199 Panigale R drehte der 19-fache Superbike-WM-Laufsieger 70 Runden, unsere Kollegen von WorldSBK.com haben sich mit ihm unterhalten.

Marco, wie lief dein Comeback?

Es war spannend, als wäre es das erste Mal. Wenn du etwas machst, was du wirklich gern magst – wie in meinem Fall Motorradrennen fahren – und du musst aufhören, dann verstehst du erst einmal, wie sehr es dir fehlt und warum du es so gemocht hast. Ich habe dieses Comeback ganz besonders genossen, es war besser als das erste Mal.

Welche Emotionen hattest du?

Neben der Aufregung auch große Schüchternheit. Ich komme aus einer schwierigen Zeit zurück, aber die Jungs in der Box haben mich als ihren Fahrer begrüßt. Ich muss zugeben, dass ich mich zunächst etwas unwohl gefühlt habe, aber als wir zu arbeiten begannen, habe ich mich willkommen gefühlt. Es fühlt sich jetzt schon wieder alles natürlich an.

Was hast du abgearbeitet?

Am Montag ging es darum, meinen derzeitigen Level auf dem Motorrad zu verstehen – das war am schwierigsten. Dann haben wir an der Sitzposition gearbeitet und am Dienstag konnten wir ein bisschen Feinabstimmung machen. Dann haben wir uns auf Dinge konzentriert, die mir bei meinem Fahrstil Vertrauen bringen sollen. Als mir das Motorrad besser gepasst hat, habe ich mich lockerer gefühlt und die Kontrolle übernommen. Ich bin im Moment noch nicht bereit für Rennen, aber ich habe wieder angefangen wie ein Fahrer zu denken.

Wie viele Runden bist du in jedem Stint gefahren?

Nicht viele. Ich fühle mich gut, aber es gibt keinen Grund, weshalb ich es mit den Runden übertreiben sollte, nur um ein paar kleine Verbesserungen zu erreichen. Wenn ich mich zu schnell verausgabt hätte, wäre ich am letzten Tag müde gewesen, darum habe ich es Schritt für Schritt genommen, um am letzten Tag anzugreifen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon für eine halbe Rennsimulation fit bin, ich gehe alles Stück für Stück an.

Welches Programm hat Ducati mit dir in den kommenden Monaten vor?

Sagen wir mal so, ich bin fast ein Testfahrer, was dieses Jahr eigentlich Carlos Checa sein sollte. Ich nutze seine Abwesenheit und kann das Motorrad sofort fahren. Wir gehen im Oktober noch mal nach Valencia, der Plan dafür muss noch aufgestellt werden.

Wie trainierst du bis dahin?

Im September werde ich mit einem Straßenmotorrad fahren, um Kilometer abzuspulen und einen Rhythmus zu bekommen. Ich habe schon im Fitnessstudio angefangen und einige zielgerichtete Programme begonnen, für die Muskeln, die man beim Fahren braucht. Ich glaube, dass ich weiter bin als gedacht.

Was hältst du von der Panigale?

Das ist eine großartige Entdeckung für mich. Ich war mir ziemlich sicher, dass dieses Motorrad gut zu meinem Fahrstil passt. Natürlich waren einige Leute skeptisch, aber auch wenn es noch sehr früh ist, bin ich glücklich. Das Motorrad hat eine sehr gute Leistungsentfaltung und die Front ist ehrlich und direkt. Die Art Motorrad, die mir normalerweise passt.

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