Gianluca Vizziello: Trotz Gedächtnisverlust aufs Bike

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Gianluca Vizziello (li) beim Acht-Stunden-Rennen in Oschersleben

Gianluca Vizziello (li) beim Acht-Stunden-Rennen in Oschersleben

Als Pilot im Team Bolliger Kawasaki fuhr Gianluca Vizziello das Saisonfinale der Endurance-WM in Oschersleben. Ein Sturz löschte seine Erinnerung – vom Fahren hat ihn das nicht abgehalten.

Gianluca Vizziello war beim Acht-Stunden-Rennen in Oschersleben der Startpilot für das Team Bolliger Kawasaki und lag gut im Rennen, als er nach einem optmistischen Überholmanöver stürzte und damit dem Schweizer-Team frühzeitig jede Chance auf ein starkes Ergebnis raubte.

«Meine Kawasaki ist ein Kundenmotorrad und verlor auf den Geraden immer viel Zeit. In den Kurven musste ich immer ans Limit gehen, um an den Werksbikes dran bleiben zu können», schilderte der Italiener bei unseren Kollegen von GPOne.com. «Ich lag an sechster Position. Dann wollte ich überholen, aber die Tür war zu und wir kollidierten.»

Auch für Vizziello hatte der Unfall Folgen: Die Augenblicke vor und nach dem Crash sind aus seinem Gedächtnis ausradiert – zwei blonde Krankenschwestern sind jedoch in seiner Erinnerung geblieben.

Der Zwischenfall sorgte für die erste Safety-Car-Phase. Vizziello selbst irrte orientierungslos im Kiesbett herum und wurde von den Streckenposten eingesammelt. Später fand sich der 36-Jährige im Krankenhaus in Oschersleben wieder. «Die Ärzte fragten mich, wie ich denn gestürzt sei. Ich anwortete welcher Sturz, ich sei nur ausgerutscht – in Wirklichkeit wusste ich vom Crash und bis zum Medical-Center gar nichts», gibt Vizziello zu. «Ich wusste auch nicht, wo ich überhaupt war. Das ich gestürzt sein musste wurde mir erst klar, als mir bewusst wurde, dass man mir die Lederkombi ausgezogen hatte. Ich kann mich aber an zwei süße blonde Krankenschwestern erinnern, das Gedächtnis funktioniert also wieder.»

Übrigens: Zurück an der Rennstrecke zog Vizziello die Lederkombi an und fuhr weitere Stints. Die Bolliger Kawasaki wurde nach Acht-Stunden mit 17 Runden Rückstand als 16. gewertet. «Die Top-10 waren in jedem Fall drin», brummt der Kawasaki-Pilot.

Bleibende Schäden hat Vizziello gemäß einer Röntgenuntersuchung nicht erlitten, sein Einsatz beim Meeting der Superbike-WM Mitte September auf dem Lausitzring mit Grillini Kawasaki ist somit nicht Gefahr.

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