Schäfer: «Wir müssen Erfolge folgen lassen»

Von Manuel Wüst
Speedway
Team Germany

Team Germany

Mit gemischten Gefühlen blickt der Teamchef der deutschen Speedway-Nationalmannschaften, René Schäfer, auf die Rennsaison 2009 zurück.

«Abseits der Bahn konnten wir viele Schritte in die richtige Richtung machen, auf der Bahn lief es hingegen nicht wie geplant», so Schäfer. Nach einem kurzen Trainingslager in Italien im März des Jahres begann der Start in die Rennsaison mit einem Sieg beim Testmatch in Herxheim gegen eine tschechische Auswahl verheissungsvoll. «Da haben wir deutlich gewonnen und konnten erstmals seit Langem einen Länderkampf durchführen.»

«Über den Winter gelang es mir, Manuel Wüst für die Presse- und PR-Arbeit zu gewinnen», bemerkt Schäfer. «Da er aus der Region Herxheim stammt, konnte er freitags vor dem Rennen einen PR-Tag organisieren, an dem wir ein Behindertenheim besucht haben und diverse Auftritte auf Veranstaltungen und in Dicsotheken durchgeführt haben. Hier konnten wir gute Werbung für den Sport machen. Solche PR-Aktionen würden wir gerne bei jeder Veranstaltung in Deutschland durchführen, wo das Team Germany antritt. Es wäre wünschenswert ,wenn wir hier mit den Veranstaltern ähnlich gut zusammenarbeiten könnten, wie mit den Herxheimern.»

Beim Qualirennen für den Speedway World Cup in Terenzano war die deutsche Auswahl nach schwachem Start bis Lauf 19 auf der Siegesstrasse. Ein Sturz von Richard Speiser stellte jedoch den Wendepunkt dar. Das deutsche Team verlor gegen die Slowenen an Boden, im Stechen unterlag Kapitän Martin Smolinski dem ehemaligen GP-Fahrer Matej Zagar und Deutschland war erneut ausgeschieden. «Es wäre für uns sehr wichtig gewesen, mit dem Einzug in den World Cup international auf uns aufmerksam zu machen», weiss Schäfer.

Bei der Paar-EM in Slowenien lief es besser. Mit einem zweiten Rang beim Halbfinale qualifizierte man sich sicher fürs Finale in Ungarn, wo aber nur ein enttäuschender fünfter Rang heraussprang.

Im Junioren-Bereich überschattete der schwere Unfall von Sönke Petersen das Geschehen beim U21-Team-WM-Halbfinale in Abensberg. Petersen stürzte schwer und kämpft seit dem Unfall an Pfingsten gegen eine Querschnittslähmung. Mit nur vier Mann kämpfte Deutschland verbissen, musste sich am Ende jedoch den Schweden geschlagen geben. Teamchef Schäfer zum Rennen in Abensberg: «Den ersten Durchgang haben wir komplett verschlafen. Die schwere Verletzung von Sönke war dann natürlich eine Tragödie.»

Bereits einige Tage nachdem Rennen startete das Team Germany unter dem Motto «Sönke steh auf, wir stützen Dich» eine Spendenaktion zu Gunsten des schwer verletzten Fahrers. 25.000 Euro konnte das Team Germany im Laufe der Saison sammeln und an Petersen übergeben. Auch SPEEDWEEK unterstützt diese Aktion nach wie vor tatkräftig.

Positiv war das Auftreten der jüngsten Nationalmannschaft im Speedway-Sport. Das U19-Team trat als erste deutsche Auswahl in einheitlichen Anzügen an und überzeugte mit einem professionellen Auftreten in Moorwinkelsdamm im EM-Halbfinale. Sportlich gesehen unterlag man den Tschechen und den Finnen, doch die Besucher des Rennens sahen eine starke deutsche Auswahl.

Kurz vor Jahresschluss lud Schäfer sein Team nach Berghaupten in den Schwarzwald zu einem Kadertreff ein: «Das war ein erstes Treffen ausserhalb der Saison und soll in den kommenden Jahren ein fester Bestandteil im Jahreskalender werden.»
Neben einem Leistungstest sowie einem anspruchsvollen Fitness- und Trainingsprogramm wurde genügend Zeit für ein geselliges Miteinander eingeplant.

Das Fazit der Saison ist für Schäfer sehr gemischt: «Der Unfall von Sönke überschattete das Jahr. Aber mit den Fortschritten im Pressebereich, und dem Auftreten des Teams, bin ich vollauf zufrieden. Die Fahrer haben grösstenteils gut mitgezogen. Wenn wir neben den guten Verbesserungen im Drumherum im kommenden Jahr sportliche Erfolge folgen lassen, sehe ich zuversichtlich in die Zukunft.»

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