MSV Herxheim: Speedway-Bundesliga ist ein Thema

Von Manuel Wüst
Speedway-Bundesliga
MSVH-Teammanager Klaus Dudenhöffer mit Erik Riss und Lukas Fienhage (v.l.)

MSVH-Teammanager Klaus Dudenhöffer mit Erik Riss und Lukas Fienhage (v.l.)

Die Herxheim Drifters sind Titelverteidiger im Speedway Team Cup. Was Teammanager Klaus Dudenhöffer zur anstehenden Saison und die Zukunft sagt.
Die Operation Titelverteidigung startet am 20. Juli in Olching. Will Herxheim den Titel wieder in die Pfalz holen?

Natürlich wollen wir den Titel im dritten Jahr des Speedway-Team-Cups wieder nach Herxheim holen. Das ist ein großer Ansporn für die MSV Herxheim und Ausdruck für unsere gute Nachwuchsförderung. Aber der Titel alleine zählt nichts. Letztendlich zählt eine gute und geschlossene Mannschaftsleistung.

Da man nun den süßen Geschmack des Gewinnens kennengelernt hat, steigt der Siegesdruck. Oder liegt der Fokus weiterhin darauf, den Nachwuchsfahrern eine Startmöglichkeit zu gewähren?

Der Fokus liegt in erster Linie in der Förderung unseres Nachwuchses. Der Titelgewinn ist dann eine Bestätigung für eine gute Nachwuchsarbeit und eine gute Mannschaftsleistung über die gesamte Saison.

War nach dem Gewinn des Titels der Aufstieg in die erste Liga ein Thema, beziehungsweise könnte der Aufstieg in die Bundesliga ein Thema werden?

Ein Aufstieg in die Bundesliga war bei uns in den Reihen der MSVH ein Thema. Es wäre aber noch zu früh, mit dieser Mannschaft in der ersten Liga zu starten. Die Jungs sind durchweg erst 19 Jahre beziehungsweise unser 250er-Fahrer Lukas Fienhage ist erst 15 Jahre alt. Für die Entscheidung, in die erste Liga aufzusteigen, haben wir noch etwas Zeit. Wenn die Jungs noch ein paar Jahre Erfahrung sammeln, kann das für ihre sportliche Entwicklung nur wertvoll sein.

Inwiefern werden die Herxheim Drifters als eigenständige Ligamannschaft in Herxheim nach dem Titelgewinn beachtet und als sportliches Aushängeschild der Gemeinde wahrgenommen?

Unsere Speedway-Mannschaft findet zwischenzeitlich schon Anerkennung bei der Herxheimer Bevölkerung. Ich werde öfters auf die Leistungen der Jungs in der Öffentlichkeit angesprochen. Für die Zukunft wünsche ich mir natürlich, dass der Zuspruch der Herxheimer für den Speedway-Sport noch stärker wird und auch die Speedwayrennen neben unserem traditionellen Himmelfahrt-Rennen zu einem Aushängeschild für Herxheim werden. Gerade über die Nachwuchsförderung im Speedway können wir auch gute Fahrer für die Sandbahn gewinnen. Dies sehen wir insbesondere bei unserem Nachwuchstalent Erik Riss, der über den Speedway-Sport zur Langbahn kam. Bereits in diesem Jahr nimmt er an der Langbahn-Weltmeisterschaft teil und dies mit überzeugenden Leistungen.

In der laufenden Saison tritt das Team dreimal auswärts und einmal am 21. September zu Hause an. Das Heimrennen ist noch immer das wichtigste Rennen des Jahres, oder?

Natürlich will unsere Mannschaft bei den Heimrennen guten Sport zeigen und erfolgreich sein. Die Mannschaft möchte gerade beim Heimrennen ihrem Publikum zeigen, wie motiviert sie sind und was sie können. Im letzten Jahr ging unsere Mannschaft besonders beim Heimrennen sehr motiviert ans Werk. Dass wir gewonnen haben, lag in erster Linie daran, dass jeder einzelne Fahrer für die Mannschaft sein Bestes gegeben hat. Der Titelgewinn in Güstrow bei unserem letzten Rennen war nur noch Ausdruck einer sehr gut eingestellten Mannschaft und ihrer insgesamt geschlossenen Leistung über die gesamte Saison. Als Teamleiter freut man sich, wenn man so eine harmonische und gute Mannschaft betreuen darf.

Thema Auswärtsrennen: Wie erleichtert war man in Reihen der MSV Herxheim, dass der SC Neuenknick den geplanten Renntermin in den Oktober verschoben hat?

Wir haben uns gefreut, dass der SC Neuenknick den Termin verschieben konnte. Zum gleichen Termin war in Herxheim das EM-Teamfinale der U21-Fahrer. Bei diesem Rennen waren unsere beiden Fahrer Mark und Erik Riss vom DMSB gesetzt. Außerdem ist unser Fahrer Marcel Helfer noch verletzt. Dies hätte bedeutet, dass wir nicht mit einer kompletten Mannschaft hätten antreten können. Es ist ausdrücklich einen Dank an die Verantwortlichen des SC Neuenknick für die Terminverschiebung zu richten. Für den SC Neuenknick steht die Nachwuchsförderung ebenfalls ganz oben auf der Agenda.

Was ist für einen Teammanager das Highlight einer Speedway-Saison? Wie viel Spaß macht es mit den jungen Fahrern zu arbeiten und deren Entwicklung zu begleiten?

Mit jungen Menschen zu arbeiten, ob beruflich oder im privaten Bereich, war für mich schon immer eine sehr spannende Herausforderung. Wenn ich im Laufe der Zeit positive Entwicklungen bei den Jugendlichen sehen konnte und sich Erfolge eingestellt haben, war ich sehr zufrieden. Es gehört aber auch dazu, die Jungen nach Misserfolgen wieder aufzubauen und zu motivieren. Das Highlight ist dann, sich gemeinsam mit den jungen Menschen über den Erfolg zu freuen.

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