Martin Smolinski in Kopenhagen: Tiefpunkt überwunden?

Von Ivo Schützbach
Speedway-GP
«Fünf Punkte sind für die erste Indoor-Veranstaltung nicht berauschend, aber darauf kann man aufbauen», meinte Martin Smolinski nach dem Speedway-GP in Kopenhagen.

Seit dem Speedway-Grand-Prix in Prag Ende Mai fährt Deutschlands Aushängeschild Martin Smolinski seiner Form hinterher. SPEEDWEEK.com verriet er vor dem Speedway-GP in Kopenhagen, dass ihm die Lust am Fahren und der Killerinstinkt abhanden gekommen sind. Gleichzeitig versprach der 29-Jährige aber auch, dass er hart an sich arbeiten werde, die Nummer 84 will ihre Fans auf keinen Fall hängen lassen.

Mit einem letzten und einem vorletzten Platz begann der Olchinger in Dänemark denkbar schlecht, in seinem dritten Lauf konnte er lediglich GP-Schlusslicht Chris Harris besiegen.

Den wahren Smolinski, zu Saisonbeginn umjubelter Sieger im Auckland-Grand-Prix, sahen wir ab dem vierten Durchgang – zumindest in Ansätzen. Von Startbahn Rot gewann er den Start, konnte den späteren Sieger Niels-Kristian Iversen aber nicht halten. Doch immerhin: Matej Zagar und Andreas Jonsson hatten keine Chance gegen Smoli. Seine alten Qualitäten, gute Starts, unbändiger Kampfgeist und flotter Speed, blitzten auf. Im letzten Lauf wurde es gegen Tai Woffinden und Nicki Pedersen zwar erneut nur ein Punkt, Smolinski war aber bei den Leuten und ließ den schnellen Michael Jepsen Jensen hinter sich.

«Fünf Punkte sind für die erste Indoor-Veranstaltung nicht berauschend, aber darauf kann man aufbauen», meinte der WM-Zwölfte gegenüber SPEEDWEEK.com. «Die vorbereiteten Motoren waren nicht die richtige Wahl für diese Bahn. Wir lagen nicht vollkommen daneben, aber um ganz vorne mitzumischen, müssen wir noch hart arbeiten. Es war sehr schwierig zu verstehen, wie sich die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Luftdruck in der Halle im Laufe des Abends verhalten. Das ist für uns noch Niemandsland und wir können auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen. Das Schöne war, dass ich in der zweiten Hälfte wieder Leidenschaft und Freude am Fahren hatte.»

Dass Hallenrennen eigene Gesetze haben, zeigt der Blick auf die Ergebnisliste: Während die Außenseiter Troy Batchelor, Peter Kildemand und Michael Jepsen Jensen in die Top-8 fuhren, packten Fahrer wie Matej Zagar oder Nicki Pedersen schon vor dem Halbfinale zusammen. Der dreifache Weltmeister Pedersen erfuhr wie Smolinski fünf Punkte.

Smolinski fehlen derzeit neun Punkte zu Rang 8, der ihm die direkte Qualifikation für den Grand Prix 2015 garantiert.

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