Le Mans Classic – Traum für Motorsport-Nostalgiker

Von Oliver Müller
Sportwagen
Der klassische Le-Mans-Start

Der klassische Le-Mans-Start

Nach den 24 Stunden von Le Mans wird beim 'Le Mans Classic' erneut der grosse 13,629 Kilometer lange 'Circuit de la Sarthe' für den Motorsport freigegeben. Doch dieses Mal treten historische Fahrzeuge an.

Jenem Motorsport-Beobachter, dem bei den 24 Stunden von Le Mans das Herz höher schlägt, der wird beim diesjährigen 'Le Mans Classic' (sorry für den Ausdruck) feuchte Träume bekommen. Historische Rennwagen so weit das Auge reicht, Rennfahrer-Legenden und eine Atmosphäre, die ihres Gleichen sucht.
An diesem Wochenende ist es wieder soweit, – die westfranzösische Stadt taucht ein in ein Sportwagen-Fest der Superlative. Dafür wurde sogar extra der 13,629 Kilometer lange 'Circuit de la Sarthe' (der zu zwei Dritteln aus öffentlichen Landstrassen besteht) für den historischen Motorsport abgesperrt.
Das 'Le Mans Classic' wurde 2002 ins Leben gerufen und findet alle zwei Jahre statt, so dass jetzt schon die achte Ausgebe gezählt werden kann. 2014 waren über 110.000 Besucher mit dabei.

Mit Startfeldern für sechs verschiedene Epochen wird die Geschichte des famosen Langstrecken-Klassikers nochmals aufleben lassen. Weit über 400 Fahrzeuge wählten die Organisatoren dafür aus. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass die entsprechenden Modelle auch beim 24-Stunden-Rennen teilgenommen haben. Priorität hatten dabei Original-Rennwagen, die tatsächlich am Start waren.

Die sechs Klassen sind auf die folgenden Epochen aufgeteilt:

Grid 1: 1923 bis 1939 - 68 Autos
Grid 2: 1949 bis 1956 - 75 Autos
Grid 3: 1957 bis 1961 - 75 Autos
Grid 4: 1962 bis 1965 - 75 Autos
Grid 5: 1966 bis 1971 - 75 Autos
Grid 6: 1972 bis 1981 - 75 Autos

Hier ist die Entrylist 

Doch damit nicht genug: Als Einladung-Rennen nimmt in diesem Jahr auch die historische Gruppe C am Event teil. Eigentlich sollten die Renner der Jahre 1982 bis 1993 ja im Rahmen des 24-Stunden-Rennens Mitte Juni starten. Doch daraus wurde ja bekanntlich Nichts, so dass neben der Ferrari Challenge nur noch die 'Road to Le Mans' als Vorprogramm diente. Insgesamt 47 Fahrzeuge sind mit dabei: Highlights sind sicher ein Mercedes C11, ein Peugeot 905, ein Toyota 85C, zwei Nissan und diverse Porsche 962.

Hier die Entrylist zur Gruppe C

Und auch auf Fahrerseite wird Einiges aufgeboten: Namhafte Piloten wie Emanuele Pirro, Marco Werner, Henri Pescarolo, Gérard Larrousse, Eric Hélary, Andy Wallace, Jochen Mass oder Gijs van Lennep sind nur Beispiele für die gute Besetzung. Auch der aktuelle Le-Mans-Sieger Romain Dumas ist mit von der Partie. Im Gruppe-C-Rennen fährt er einen (wie könnte es anders sein) Porsche 962 aus dem Jahr 1989 zusammen mit Manfred Freisinger.

Es ist unmöglich, alle Aktivitäten des 'Le Mans Classic' aufzuzählen. So gibt es auch noch eine Jaguar Classic Challenge mit Renn-Katzen der Jahrgänge 1950 bis 1965, einen 'Concours Le Mans Heritage Club' für den 24 besondere Fahrzeuge ausgewählt werden, eine Hommage an Ligier, eine Ausstellung von historischen Renntransportern, eine Auktion und vieles mehr.

Und auch die Besucher können in ihre eigene Vergangenheit eintauchen. Der Veranstalter hat extra einen Dress Code heraus gegeben. Darin wird betont, dass Klamotten-Styles aus den 50er, 60er und 70gern sehr gerne gesehen sind.

Wer sich das ganze Treiben von zuhause aus anschauen möchte, hat über einen Live-Stream auf der Website des Events die Möglichkeit dazu.

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