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Sandro Cortese wie 2012: Da wurde er Weltmeister

«Es passiert nicht oft im Rennen, dass man schneller fahren könnte», sagte Sandro Cortese (Kallio Yamaha) nach seinem Sieg bei der Supersport-WM in Aragón. Nach Assen kommt der Schwabe als WM-Zweiter.

Supersport-WM

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Die Supersport-WM-Saison von Sandro Cortese weist bisher erstaunliche Parallelen zu seiner Moto3-Saison 2012 auf: Damals schaffte er beim Auftakt in Katar Platz 3 auf der Red Bull KTM, in Jerez wurde er Dritter. In Estoril beim dritten Rennen eroberte Cortese den ersten Sieg vor Maverick Viñales und Luis Salom – und die WM-Führung.

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2018 begann er die zwölf Rennen umfassende Saison ähnlich: Platz 3 beim Auftakt in Phillip Island, Vierter in Buriram und jetzt der erste Sieg beim dritten WM-Lauf in Aragón.

Wir erinnern uns: 2012 wurde Cortese Moto3-Weltmeister.

Zwischen dem letzten WM-Laufsieg von Sandro Cortese am 28. Oktober 2012 auf Phillip Island in Südaustralien (Moto3) sind rund fünfeinhalb Jahre und exakt 1996 Tage vergangen. Vor dem Rennen in Assen am kommenden Sonntag, dort eroberte der heute 28-Jährige 2009 im 125er-Team von Aki Ajo seine erste WM-Pole-Position, liegt Cortese mit vier Punkten Rückstand auf Yamaha-Werksfahrer Lucas Mahias auf dem zweiten Platz.

SPEEDWEEK.com setzte sich mit dem Kallio-Yamaha-Piloten zusammen und sprach über seine starken Supersport-Leistungen.

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Sandro, was habt ihr am Motorrad verbessert, dass du jetzt Rennen gewinnst?

So gut wie nichts, nur etwas an der Feder und dem hinteren Dämpfer.

Wichtiger war, ich habe meinen Fahrstil angepasst, weil das Bike ganz anders zu fahren ist, als eine Moto2-Maschine. Mir kommt das Motorrad sehr entgegen. Wenn ich mir Cluzel oder Caricasulo anschaue, die zerquetschen das Motorrad teilweise, ich versuche so rund wie möglich zu fahren und die Pirelli-Reifen zu schonen.

Das Team hatte letztes Jahre die ersten drei Rennen die alte R6, dann die neue. Sie haben ein gutes Grund-Set-up. Tuuli und Morais sind Spätbremser, ich fahre sanfter. Deshalb brauche ich eine weichere Abstimmung.

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Arg viel kann man an dem Motorrad auch gar nicht machen. Ein Zahn länger oder kürzer übersetzen, mit der Elektronik sind wir auch eingeschränkt. In Aragón habe ich mal Mapping 1 und 2 probiert, das kannst du grade sein lassen, weil man keinen Unterschied spürt. Drum dachte ich mir im Training, ich muss einfach fahren und die Reifen ausprobieren und versuchen, einen Rhythmus fürs Rennen aufzubauen.

Bist du bereits am Limit oder steckt in dir noch mehr?

Schwierig zu sagen. In Aragón hatte ich ein gutes Grundgefühl. Hätte ich pushen müssen, hätte ich vielleicht noch ein oder zwei Zehntelsekunden pro Runde rausholen können. Aber das passiert nicht oft im Rennen, dass man schneller fahren könnte. Ich habe versucht, den Rhythmus auf einem Level zu halten, bei dem die anderen zu kämpfen haben, ohne dass ich selbst in Sturzgefahr komme.

Egal, ob man auf Platz 1 liegt oder die Gruppe ab Platz 10 anführt, man muss immer nur so schnell fahren, dass einen die anderen nicht überholen können. Ob ich mit einer oder zwei Sekunden Vorsprung gewinne, das bringt mir nichts. Man muss sich nur zwei Runden vor Schluss überlegen, was man tun muss, damit es für den Sieg reicht.

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Generell steckt noch viel in mir.

Ist die runde, weiche Fahrweise das Erfolgsgeheimnis?

Die Supersport-Maschine ist ein Standard-Motorrad, das kann man nicht so ausquetschen wie eine Moto2-Maschine. Diese gibt mit Slick-Bereifung und Werks-Öhlins-Federelementen mehr her, die Fahrwerke von Kalex oder KTM haben eine höhere Steifigkeit. Diese Motorräder kannst du sehr quer stellen und sie halten trotzdem noch. Die Supersport-Bikes kommen aus der Serie und wackeln von Haus aus. Wenn du diese Maschinen mehr ausquetschst, dann kommst du nur noch quer daher, wie man es bei Cluzel und Caricasulo sieht.

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