Wie Jonas Folger die Supersport-KTM 990 RC R wettbewerbsfähig machen soll
An diesem Wochenende gibt Jonas Folger in Le Mans sein Comeback in der MotoGP. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärt er, womit er noch sein Geld verdient und worauf es bei einem Testfahrer ankommt.
Nach fast drei Jahren Abstinenz sehen wir Jonas Folger an diesem Wochenende wieder in der MotoGP, der fünffache GP-Sieger springt im Team Red Bull KTM Tech3
Doch auch zuvor war Folger für KTM fleißig und
Jonas Folger hat drei Aufgabenbereiche
Umtriebig ist der 32-Jährige auch sonst: «Im Endeffekt habe ich drei Aufgabenbereiche bei KTM. Das ist einmal von der Marketingseite der 990er-RC-R-Cup mit sechs Rennen im Jahr. Da bin ich Markenbotschafter für den Cup, Mentor und Coach. Mit dem bin ich viel unterwegs und habe auch viel Vor- und Nacharbeit. Als Zweites bin ich bei Carsten Freudenberg, was über KTM läuft, um die Supersport-Maschine für die Euro Moto, sowie langfristig gesehen für die Supersport-WM, bereit zu machen. Und dann habe ich noch einen dritten Vertrag mit dem KTM-Marketing Motorsport und fahre in diesem Zusammenhang die MotoGP-Doppelsitzer, mache Show-Events, Video- und Foto-Shootings etc. Da kommt schon einiges zusammen und ich bin mehr beschäftigt als mancher Vollzeitfahrer.»
Fest steht schon jetzt:
Jonas Folger: «Das ändert nichts an meiner Performance»
Aktuell steht Jonas nur ein Testmotorrad zur Verfügung, was er aber nicht als nervliche Belastung empfindet. «Zum Test kommen und viel kaputt machen wäre extrem kontraproduktiv», verdeutlichte er. «Meine Performance ändert sich nicht, oder wird nicht davon beeinflusst, wenn nur ein Bike dasteht. Wir haben ja auch Ersatzteile dabei. Das heißt, dass es nicht so ist, dass wenn wir einen größeren Schaden hätten, ich gar nicht mehr fahren könnte.»
Das Ding kamikazemäßig bewegen bringt das Testteam nicht weiter.jonas folger
Bereitwillig gab Folger in diesem Zusammenhang Auskunft darüber, wie er die ihm übertragene Aufgabe angeht: «Testen ist ja nicht auf Gedeih und Verderb pushen. Es kommt immer darauf an, was man testet. Das heißt, man muss auch bewusst fahren und nicht nur auf die Rundenzeit schauen. Es geht ums Feedback und ums Daten sammeln für verschiedene Bereiche. Einfach rausfahren und ballern, also das Ding kamikazemäßig bewegen, bringt das Testteam nicht weiter. Du musst das Bike kontrolliert kurz vor dem Limit bewegen. Vielleicht musst du auch mal anders fahren, sprich einen anderen Fahrstil probieren, damit du weißt, wie funktioniert das Teil. Einfach nur rausfahren und gib ihm macht keinen Sinn. Das Limitmanagement ist für einen Testfahrer wichtig. Man muss richtig einschätzen, wann kann ich wie viel geben. Wie viel Risiko ist man bereit zu gehen, dass man Aussagen korrekt treffen kann. Das liegt in meiner Verantwortung. Unterm Strich tut es nichts zur Sache, ob wir ein Bike oder zwei in der Garage stehen haben.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach