Cluzel nach Portimão-Aus: Bremste Cortese zu spät?

Von Kay Hettich
Supersport-WM
Als Jules Cluzel im Rennen der Supersport-WM in Portimão in der ersten Runde von Sandro Cortese abgeräumt wurde, war der Franzose stinksauer. Aber seine WM-Chancen sind noch intakt.

Das turbulente Rennen der Supersport-WM war das Highlight in Portimão. Zuerst der Zwischenfall der WM-Anwärter Sandro Cortese und Jules Cluzel in der ersten Runde, gefolgt von der grandiosen Aufholjagd des Deutschen, dann das Drama um Lucas Mahias, der mit Reifenschaden in der letzten Runde ausschied.

Nur zwei der Top-5 der Gesamtwertung kamen in Portugal ungeschoren davon!

Mit nun 46 Punkten Rückstand ist die erfolgreiche Titelverteidigung für Weltmeister Mahias nur noch rechnerisch möglich, der Rückstand des ebenfalls ausgeschiedenen Cluzel auf WM-Leader Cortese wuchs bei noch drei ausstehenden Rennen von 5 auf 16 Punkte nicht uneinholbar an.

Der 29-jährige war nach seinem Aus stinksauer auf Cortese und nahm seine Entschuldigung erst nach dessen zweiten Versuch an. Überwunden hat er den Zwischenfall in Runde 1 deshalb noch lange nicht. «Was soll ich dazu sagen? Mein Start ins Rennen war super und ich wollte im Rennen einfach nur alles geben», brummte der Franzose. «In Kurve 5 wurde ich von Sandro überholt und ich fand, er war zu spät auf der Bremse. Ich hatte erwartet, dass er eine weitere Linie fahren wird, dann stürzte er aber neben mir.»

Cortese gab gegenüber SPEEDWEEK.com wiederum an, dass Cluzel zu früh gebremst habe!

«Ich konnte rein gar nichts tun – wäre er nur 5 oder 10 Zentimeter weiter vor mir gewesen, hätte ich den Zusammenstoß vielleicht vermeiden und die Kurve noch fahren können. Aber ich hatte einfach Pech», sagte Cluzel weiter. «An die Weltmeisterschaft denke ich nicht – das habe ich aber auch schon seit dem ersten Saisonrennen nicht  gemacht. Es sieht im Grunde gar nicht mal schlecht aus, wir sind immer noch WM-Zweite. Magny-Cours wird schön, da treffen ich viele Freunde. Das Rennen in Argentinien ist für alle neu, keiner hat einen Vorteil. Das Finale in Katar liebe ich.»


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