Alles kommt anders: Yamaha bringt Cluzel zu GMT94

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Jules Cluzel will mit GMT94 Yamaha Weltmeister werden

Jules Cluzel will mit GMT94 Yamaha Weltmeister werden

Christophe Guyot war sich während des Valencia-GP zu «90 Prozent» sicher, dass er die Supersport-WM 2019 mit Corentin Perolari und Federico Caricasulo bestreiten wird. Dann entschied sich der GMT94-Boss anders.

Kallio und GMT94 bekamen von Yamaha für 2019 den Zuschlag als unterstützte SSP-Teams, nachdem GRT in die Superbike-WM aufstieg und dort mit Marco Melandri und Supersport-Weltmeister Sandro Cortese antritt. Sie werden ebenso in blauer Lackierung fahren wie die beiden Superbike-Teams.

Während des Valencia-GP Mitte November sagte GMT94-Boss Christophe Guyot gegenüber SPEEDWEEK.com, dass es mit Corentin Perolari (20) weitergehe und er zu «90 Prozent» den WM-Fünften Federico Caricasulo (22) auf eine zweite R6 setze.

Vorangegangen waren lange Verhandlungen mit dem Management des WM-Dritten Jules Cluzel. Guyot hatte seinem französischen Landsmann schon während der Saison 2018 Unterstützung angeboten, als unklar war, ob das indische Nerds Racing Team (NRT) die Saison überstehen würde.

Als die Forderungen von Cluzel für 2019 zu hoch wurden, brach Guyot die Verhandlungen ab und wandte sich Caricasulo zu.

Nun kam es überraschend doch zur Einigung zwischen GMT94 Yamaha und Jules Cluzel, einem der erfolgreichsten Supersport-Piloten der letzten Jahre.

«Mit 40 Podestplätzen und 17 Siegen fehlt Jules nur der WM-Titel», hielt Guyot fest. «Wir werden alles unternehmen, damit wir dieses Ziel erreichen.»

Nach dem Aufstieg von GRT in die Superbike-WM gibt es 2019 nur noch fünf starke Yamaha: Zwei bei GMT94, zwei bei Kallio und die von Randy Krummenacher bei Bardahl Evan Bros.

Yamaha gewann 2018 alle Supersport-Rennen, Cluzel ist sich bewusst, dass er sich einen der letzten sehr guten Plätze gesichert hat. «Mit GMT94 zu fahren ist meine beste Möglichkeit», weiß der 30-Jährige. «Sie haben mir schon dieses Jahr geholfen, ich weiß, dass ich im Titelkampf auf sie zählen kann. Ich habe ihre Fortschritte in diesem Jahr beobachtet und verstehe jetzt, weshalb sie dreimal die Endurance-WM gewannen.»

Den letzten unbesetzten Yamaha-Platz gibt es bei Kallio. Die Finnen haben den Vertrag mit dem Belgier Loris Cresson (20) um ein Jahr verlängert. Zahlreiche Piloten, unter ihnen der Österreicher Thomas Gradinger, haben wegen des zweiten Platzes angefragt, doch Teamchef Vesa Kallio verlangt eine sechsstellige Mitgift.

Nachdem der Deal mit GMT94 nicht zustande kam arbeitet Yamaha jetzt Vollgas daran, ihren Schützling Caricasulo unterzubringen. Es wird sogar über ein drittes Bike bei Kallio nachgedacht.

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